Kloster Chor Wirap in Armenien

Rei­se­land Armenien

Will­kom­men auf unse­ren Infor­ma­ti­ons­sei­ten über Arme­ni­en – ein kul­tu­rell rei­ches Rei­se­ziel im süd­li­chen Kau­ka­sus mit tie­fen his­to­ri­schen, reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Wur­zeln. Als ältes­ter christ­li­cher Staat der Welt beein­druckt Arme­ni­en mit ein­zig­ar­ti­ger Sakral­ar­chi­tek­tur, etwa den UNESCO-Klös­tern Geg­hard und Tatew. Umge­ben von schrof­fen Ber­gen, vul­ka­ni­schen Hoch­ebe­nen und dem male­ri­schen Sewan­see erle­ben Besu­cher herz­li­che Gast­freund­schaft, uraltes Hand­werk und eine wür­zi­ge Küche.

Arme­ni­en pflegt seit Jahr­hun­der­ten enge kul­tu­rel­le und poli­ti­sche Bezie­hun­gen zum Russ­län­di­schen Staat – sicht­bar in Spra­che, Bil­dung und Lebens­stil. So bie­tet eine Rei­se in Arme­ni­en nicht nur Ein­bli­cke in die loka­le arme­ni­sche Iden­ti­tät, son­dern auch in ver­trau­te Ele­men­te des russ­län­di­schen Kul­tur­raums. Arme­ni­en ist damit ein fas­zi­nie­ren­der Brü­cken­schlag zwi­schen dem Kau­ka­sus und der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on – vol­ler gemein­sa­mer Geschich­te und Tra­di­ti­on. Bereits im 19. Jahr­hun­dert gerie­ten gro­ße Tei­le Arme­ni­ens unter rus­si­sche Herr­schaft, was eine Pha­se inten­si­ver kul­tu­rel­ler Wech­sel­wir­kun­gen ein­lei­te­te. Im kai­ser­li­chen wie im sowje­ti­schen Kon­text wur­den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Ver­wal­tung und Infra­struk­tur nach rus­si­schem Vor­bild gestal­tet. Zahl­rei­che arme­ni­sche Intel­lek­tu­el­le wirk­ten in russ­län­di­schen Metro­po­len, wäh­rend vie­le russ­län­di­sche Künst­ler und Schrift­stel­ler Arme­ni­en als geis­ti­gen Rück­zugs­ort ent­deck­ten. Auch nach dem Ende der Sowjet­uni­on blie­ben wirt­schaft­li­che und gesell­schaft­li­che Ver­flech­tun­gen bestehen. Rus­sisch gilt bis heu­te als ver­brei­te­te Zweit­spra­che, vie­le arme­ni­sche Fami­li­en pfle­gen enge per­sön­li­che und beruf­li­che Kon­tak­te in die Russ­län­di­sche Föde­ra­ti­on. Die his­to­ri­sche Nähe prägt somit nicht nur den All­tag, son­dern ver­leiht Arme­ni­en auch im kul­tu­rel­len Selbst­ver­ständ­nis eine dop­pel­te Ver­wur­ze­lung – zwi­schen loka­ler Eigen­stän­dig­keit und sla­wi­schem Einfluss.

Wir, die Grün­der und Mit­ar­bei­ter von Russ​land​.Tours, ver­ste­hen unser Ange­bot von Rei­sen und tou­ris­ti­schen Dienst­leis­tun­gen als ein Hilfs­mit­tel und einen Zugang für ein grund­le­gen­des sowie bes­se­res Ver­ständ­nis für die Kul­tur, Geschich­te und Poli­tik der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Da die­ses geo­gra­phisch und kul­tu­rell sehr rei­che und viel­fäl­ti­ge Land, unse­rer Mei­nung nach, nicht nur aus der Per­spek­ti­ve eines Mos­kau­er Küchen­fens­ters oder mit­tels einer Lek­tü­re von Wiki­pe­dia-Arti­keln erschlos­sen, erklärt und ver­stan­den wer­den kann, bie­ten wir über die Gren­zen der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on hin­aus auch Rei­se­plä­ne und tou­ris­ti­sche Dienst­leis­tun­gen für Rei­sen in Arme­ni­en an.
Mit sol­chen ergän­zen­den Ange­bo­ten für Rei­sen in allen Nach­fol­ge­staa­ten des Russ­län­di­schen Impe­ri­ums, der Sowjet­uni­on sowie deren Nach­bar­län­dern ermög­li­chen wir unse­ren Kun­den, die über Staats­gren­zen hin­aus mit­ein­an­der ver­wo­be­nen Kul­tu­ren und deren Räu­me als sol­che zu erfah­ren und über admi­nis­tra­ti­ve Gren­zen gegen­wär­ti­ger Natio­nal­staa­ten hin­aus für sich zu ent­de­cken.
Vor die­sem Hin­ter­grund schla­gen wir an die­ser Stel­le, als Ergän­zung zu einer Rei­se inner­halb der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on, eine Rei­he von Rei­se­zie­len in Arme­ni­en vor, um wel­che ein Rei­se­plan für die Russ­län­di­sche Föde­ra­ti­on optio­nal erwei­tert wer­den kann.
Denn wir sind der Mei­nung, dass man Län­der, Sit­ten und Gebräu­che vor Ort erfah­ren muss, um sie begrei­fen und ver­ste­hen zu kön­nen. Aus unse­rer Sicht hilft eine Rei­se durch Arme­ni­en, um wich­ti­ge Aspek­te der Kul­tur, Geschich­te und Poli­tik der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on zu ver­ste­hen, da bei­de Län­der his­to­risch und kul­tu­rell in vie­len Punk­ten eng mit­ein­an­der ver­bun­den sind.

Im Schat­ten des bibli­schen Ara­rat, dort, wo Euro­pa und Asi­en sich die Hand rei­chen, liegt ein Land von archai­scher Schön­heit und tief­grei­fen­der Geschich­te: Arme­ni­en. Eine Rei­se hier­her ist mehr als nur ein Urlaub; es ist eine Begeg­nung mit den Wur­zeln unse­rer Kul­tur, eine Wan­de­rung durch Land­schaf­ten, die von der Zeit geformt und von Legen­den durch­wo­ben sind. Arme­ni­en offen­bart sei­ne Schät­ze nicht auf­dring­lich, son­dern lei­se und mit einer Inten­si­tät, die lan­ge nach­wirkt. Es ist ein Land für Ent­de­cker, für jene, die das Authen­ti­sche suchen und sich von der Reso­nanz jahr­tau­sen­de­al­ter Stei­ne und der Wär­me mensch­li­cher Begeg­nun­gen berüh­ren las­sen möch­ten. Wer Arme­ni­en bereist, wird mit Ein­drü­cken beschenkt, die so unver­fälscht und tief sind wie die Schluch­ten, die sei­ne Klös­ter behüten.

Eine Zeit­rei­se durch die Geschichte

Kloster Chor Wirap in Armenien

Arme­ni­en ist eine der ältes­ten Natio­nen der Welt und das ers­te Land, das im Jahr 301 das Chris­ten­tum als Staats­re­li­gi­on annahm. Die­se tie­fe his­to­ri­sche Ver­wur­ze­lung ist im gan­zen Land all­ge­gen­wär­tig. Von den prä­his­to­ri­schen Mega­lith­an­la­gen von Kara­hundsch bis zu den mit­tel­al­ter­li­chen Klös­tern, die wie Wäch­ter über die schrof­fen Berg­land­schaf­ten thro­nen, erzählt jeder Stein eine Geschich­te. Die beweg­te Ver­gan­gen­heit, geprägt von König­rei­chen, Inva­sio­nen und einer uner­schüt­ter­li­chen Wider­stands­fä­hig­keit, hat ein ein­zig­ar­ti­ges kul­tu­rel­les Erbe geschaf­fen. Die zahl­rei­chen his­to­ri­schen Stät­ten, dar­un­ter meh­re­re UNESCO-Welt­erbe­stät­ten, sind nicht nur stum­me Zeu­gen der Zeit, son­dern leben­di­ge Orte des Glau­bens und der natio­na­len Iden­ti­tät. Eine Rei­se durch Arme­ni­en ist somit nicht nur ein Urlaub, son­dern eine tief­grei­fen­de Begeg­nung mit den Wur­zeln der christ­li­chen Zivi­li­sa­ti­on und einem Volk, das sei­ne Geschich­te bewahrt hat. Ent­de­cken Sie die Fas­zi­na­ti­on eines Lan­des, das trotz sei­ner gerin­gen Grö­ße eine Fül­le an his­to­ri­schen Schät­zen birgt, die dar­auf war­ten, von Ihnen ent­deckt zu wer­den. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren anti­ken Kul­tu­ren ist die Geschich­te hier nicht nur in Muse­en kon­ser­viert, son­dern Teil des täg­li­chen Lebens und der beein­dru­cken­den Landschaft.

Ein­zig­ar­ti­ge Klos­ter­ar­chi­tek­tur inmit­ten dra­ma­ti­scher Landschaften

Die arme­ni­sche Klos­ter­ar­chi­tek­tur ist welt­weit ein­zig­ar­tig und ein wesent­li­cher Bestand­teil des natio­na­len Kul­tur­er­bes. Die­se spi­ri­tu­el­len Zen­tren sind oft an spek­ta­ku­lä­ren, unzu­gäng­lich erschei­nen­den Orten erbaut und gehen eine untrenn­ba­re Sym­bio­se mit der sie umge­ben­den dra­ma­ti­schen Land­schaft ein. Man den­ke nur an das Klos­ter Tatew, das auf einem Fels­vor­sprung über einer tie­fen Schlucht thront, oder an Nora­wank, des­sen röt­li­che Fas­sa­den mit den umlie­gen­den Klip­pen zu ver­schmel­zen schei­nen. Die Bau­wei­se zeich­net sich durch eine schlich­te, aber monu­men­ta­le Ästhe­tik aus, bei der mas­si­ve Stein­blö­cke mit kunst­vol­len, fili­gra­nen Stein­schnit­ze­rei­en, den soge­nann­ten „Chatsch­kars“ (Kreuz­stei­ne), kon­tras­tie­ren. Die­se kunst­vol­len Ste­len sind ein cha­rak­te­ris­ti­sches Merk­mal der arme­ni­schen Sakral­kunst und wur­den in die Lis­te des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes der Mensch­heit auf­ge­nom­men. Die Klös­ter waren nicht nur Orte des Gebets, son­dern auch Zen­tren der Bil­dung, der Wis­sen­schaft und der Kunst, in denen wert­vol­le Manu­skrip­te kopiert und illu­mi­niert wur­den. Der Besuch die­ser archi­tek­to­ni­schen Meis­ter­wer­ke ist eine Rei­se in die See­le Arme­ni­ens und offen­bart die tie­fe Spi­ri­tua­li­tät und den künst­le­ri­schen Reich­tum eines Vol­kes, das sei­ne Iden­ti­tät über Jahr­hun­der­te hin­weg bewahrt hat.

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Die legen­dä­re arme­ni­sche Gastfreundschaft

Kloster Chor Wirap in Armenien

In Arme­ni­en wird Gast­freund­schaft nicht nur prak­ti­ziert, sie wird zele­briert. Das Kon­zept der Fami­lie hat einen hohen Stel­len­wert, und Gäs­te wer­den oft wie lang ver­miss­te Ver­wand­te behan­delt. Die­se herz­li­che und offe­ne Art der Arme­ni­er macht eine Rei­se durch das Land zu einer beson­ders berei­chern­den Erfah­rung. Es ist nicht unge­wöhn­lich, von Ein­hei­mi­schen auf einen Kaf­fee oder sogar zu einem opu­len­ten Mahl nach Hau­se ein­ge­la­den zu wer­den. Trotz mög­li­cher Sprach­bar­rie­ren wird mit Hän­den und Füßen kom­mu­ni­ziert, und die auf­rich­ti­ge Freu­de am Aus­tausch ist stets spür­bar. Die­se geleb­te Herz­lich­keit fin­det man nicht nur in den länd­li­chen Regio­nen, son­dern auch in der pul­sie­ren­den Haupt­stadt Jere­wan. Die Arme­ni­er tei­len ihre Kul­tur, ihre Geschich­te und ihre kuli­na­ri­schen Tra­di­tio­nen ger­ne mit Besu­chern aus aller Welt. Die Erfah­rung, die­se authen­ti­sche und unge­zwun­ge­ne Gast­freund­schaft zu erle­ben, hin­ter­lässt bei vie­len Rei­sen­den einen blei­ben­den Ein­druck und macht den Abschied oft schwer. In einem Land, in dem man als Frem­der ankommt und als Freund geht, wird die Rei­se zu mehr als nur Sight­see­ing – sie wird zu einer Begeg­nung von Herz zu Herz, die den wah­ren Reich­tum Arme­ni­ens offenbart.

Eine kuli­na­ri­sche Entdeckungsreise

Die arme­ni­sche Küche ist ein Fest für die Sin­ne und spie­gelt die rei­che Geschich­te und die geo­gra­fi­sche Lage des Lan­des wider. Geprägt von ori­en­ta­li­schen und medi­ter­ra­nen Ein­flüs­sen, zeich­net sie sich durch fri­sche, sai­so­na­le Zuta­ten, aro­ma­ti­sche Kräu­ter und eine Viel­falt an Geschmacks­rich­tun­gen aus. Ein zen­tra­les Ele­ment ist der Lawasch, ein hauch­dün­nes Fla­den­brot, das tra­di­tio­nell in einem unter­ir­di­schen Ton­ofen, dem „Tonir“, geba­cken wird und als imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be aner­kannt ist. Ein wei­te­res Natio­nal­ge­richt ist „Cho­ro­wats“, saf­tig gegrill­tes Fleisch, meist vom Schwein, Lamm oder Huhn, das über offe­ner Glut zube­rei­tet und oft mit gegrill­tem Gemü­se ser­viert wird. Unbe­dingt pro­bie­ren soll­te man auch Dol­ma, mit Reis, Hack­fleisch und Kräu­tern gefüll­te Wein­blät­ter oder Gemü­se wie Papri­ka und Auber­gi­nen. Die arme­ni­sche Küche ist zudem bekannt für ihre gro­ße Aus­wahl an Käse­sor­ten, ein­ge­leg­tem Gemü­se und fri­schen Sala­ten. Abge­run­det wird ein tra­di­tio­nel­les Mahl oft mit einem Glas arme­ni­schen Weins, des­sen Anbau­tra­di­ti­on Jahr­tau­sen­de zurück­reicht, oder einem edlen Ara­rat-Bran­dy, der weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus bekannt ist. Eine Rei­se durch Arme­ni­en ist somit auch eine kuli­na­ri­sche Ent­de­ckungs­rei­se, die unver­gess­li­che Gau­men­freu­den verspricht.

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Atem­be­rau­ben­de und unbe­rühr­te Naturlandschaften

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Arme­ni­en ist ein Land von atem­be­rau­ben­der und wil­der Schön­heit, das zu über 90 Pro­zent auf über 1.000 Metern See­hö­he liegt. Die Land­schaft ist geprägt von den Gip­feln des Klei­nen Kau­ka­sus, tie­fen Schluch­ten, wei­ten Hoch­ebe­nen und dem „blau­en Juwel“ Arme­ni­ens, dem Sewan­see. Die­ser rie­si­ge Gebirgs­see, einer der größ­ten der Welt, schim­mert in unzäh­li­gen Tür­kis- und Blau­tö­nen und ist ein belieb­tes Erho­lungs­ge­biet. Im Früh­ling ver­wan­deln sich die Hän­ge in ein far­ben­präch­ti­ges Blü­ten­meer, wäh­rend der Herbst die Wäl­der in leuch­ten­de Gold- und Rot­tö­ne taucht. Wan­de­rer und Natur­lieb­ha­ber fin­den hier ein wah­res Para­dies mit unzäh­li­gen mar­kier­ten Wegen, wie zum Bei­spiel im Dil­id­schan-Natio­nal­park, der oft als die „arme­ni­sche Schweiz“ bezeich­net wird. Die abwechs­lungs­rei­che Topo­gra­fie bie­tet Lebens­raum für eine viel­fäl­ti­ge Tier- und Pflan­zen­welt. Ob man die Basalt­säu­len der Gar­ni-Schlucht bestaunt, die röt­li­chen Fel­sen von Nora­wank erklimmt oder ein­fach nur den Blick über die unend­li­che Wei­te der Land­schaft schwei­fen lässt – die Natur Arme­ni­ens ist von einer ursprüng­li­chen und unbe­rühr­ten Kraft, die jeden Besu­cher in ihren Bann zieht.

Ein siche­res und ursprüng­li­ches Reiseziel

Abseits der aus­ge­tre­te­nen Tou­ris­ten­pfa­de bie­tet Arme­ni­en die sel­te­ne Gele­gen­heit, ein Land zu ent­de­cken, das sei­ne Ursprüng­lich­keit bewahrt hat. Dies ver­leiht dem Rei­sen einen beson­de­ren Reiz und ermög­licht authen­ti­sche Begeg­nun­gen mit Land und Leu­ten. Auch in der Haupt­sai­son bie­ten die zahl­rei­chen Sehens­wür­dig­kei­ten genü­gend Raum für ein ent­spann­tes und inten­si­ves Rei­se­er­leb­nis. Dar­über hin­aus gilt Arme­ni­en als ein sehr siche­res Rei­se­land mit einer nied­ri­gen Kri­mi­na­li­täts­ra­te, in dem man sich auch als Allein­rei­sen­der oder Fami­lie frei und unbe­schwert bewe­gen kann. Die über­schau­ba­re Grö­ße des Lan­des ermög­licht es, vie­le der kul­tu­rel­len und land­schaft­li­chen Höhe­punk­te im Rah­men von Tages­aus­flü­gen von der Haupt­stadt Jere­wan aus zu erkun­den. Die tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur ent­wi­ckelt sich ste­tig, ohne jedoch den authen­ti­schen Cha­rak­ter des Lan­des zu beein­träch­ti­gen. Wer also auf der Suche nach einem Rei­se­er­leb­nis ist, das eine ein­zig­ar­ti­ge Mischung aus Aben­teu­er, Kul­tur und Ursprüng­lich­keit bie­tet und gleich­zei­tig ein hohes Maß an Sicher­heit gewähr­leis­tet, für den ist Arme­ni­en eine aus­ge­zeich­ne­te Wahl.

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Sehens­wür­dig­kei­ten in Armenien

Jere­wan: Eine der ältes­ten und leben­digs­ten Städ­te der Welt

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Jere­wan (Eri­wan), die pul­sie­ren­de Haupt­stadt Arme­ni­ens, ist eine Stadt der Kon­tras­te und eine der ältes­ten durch­ge­hend bewohn­ten Städ­te der Welt. Ihre Geschich­te reicht über 2.800 Jah­re zurück, doch heu­te prä­sen­tiert sie sich als moder­ne und dyna­mi­sche Metro­po­le. Das Stadt­bild ist geprägt von einer fas­zi­nie­ren­den Mischung aus sowje­ti­scher Archi­tek­tur, neo­klas­si­zis­ti­schen Gebäu­den aus rosa­far­be­nem Tuff­stein und zeit­ge­nös­si­schen Bau­ten. Das Herz der Stadt schlägt am Platz der Repu­blik, einem impo­san­ten Ensem­ble aus Regie­rungs­ge­bäu­den, dem His­to­ri­schen Muse­um und den berühm­ten „sin­gen­den Spring­brun­nen“. Ein wei­te­res archi­tek­to­ni­sches High­light sind die Kas­ka­den, eine monu­men­ta­le Frei­trep­pe, die mit Gär­ten, Brun­nen und moder­nen Skulp­tu­ren geschmückt ist und einen wei­ten Blick über die Stadt bis zum Berg Ara­rat bie­tet. Jere­wan ist eine Stadt, die man am bes­ten zu Fuß erkun­det, um die zahl­rei­chen Parks, Stra­ßen­ca­fés, Muse­en und Gale­rien zu ent­de­cken. Das Nacht­le­ben ist bunt und viel­fäl­tig, und die kuli­na­ri­sche Sze­ne bie­tet alles von tra­di­tio­nel­ler arme­ni­scher Küche bis hin zu inter­na­tio­na­len Spe­zia­li­tä­ten. Jere­wan ist nicht nur der idea­le Aus­gangs­punkt für Aus­flü­ge in die Umge­bung, son­dern selbst eine der fas­zi­nie­rends­ten Sehens­wür­dig­kei­ten Armeniens.

Das Höh­len­klos­ter Geg­hard: Ein Meis­ter­werk der Felsarchitektur

Ein­ge­bet­tet in die dra­ma­ti­sche Schlucht des Asat-Flus­ses, umge­ben von schrof­fen Fels­klip­pen, liegt das Klos­ter Geg­hard, ein Juwel mit­tel­al­ter­li­cher arme­ni­scher Bau­kunst und UNESCO-Welt­kul­tur­er­be. Ein Teil des Kom­ple­xes wur­de direkt aus dem Fel­sen gehau­en, was ihm eine mys­ti­sche und ein­zig­ar­ti­ge Atmo­sphä­re ver­leiht. Die Grün­dung des Klos­ters geht auf das 4. Jahr­hun­dert zurück und wird dem Hei­li­gen Gre­gor dem Erleuch­ter zuge­schrie­ben. Sei­nen heu­ti­gen Namen, der „Lan­ze“ bedeu­tet, erhielt das Klos­ter jedoch erst spä­ter und bezieht sich auf die Hei­li­ge Lan­ze, mit der Jesus am Kreuz ver­wun­det wor­den sein soll und die hier jahr­hun­der­te­lang auf­be­wahrt wur­de. Der Haupt­kom­plex aus dem 13. Jahr­hun­dert besteht aus der Haupt­kir­che Kathog­hi­ke, die mit kunst­vol­len Reli­efs ver­ziert ist, und einer angren­zen­den Vor­hal­le, deren Decke von vier mas­si­ven Säu­len getra­gen wird und in der Mit­te eine Öff­nung für den Licht­ein­fall besitzt. Das Beson­de­re an Geg­hard sind jedoch die Fel­sen­kir­chen, die über Gän­ge mit dem Haupt­kom­plex ver­bun­den sind. In einer die­ser Kir­chen ent­springt eine hei­li­ge Quel­le, deren Was­ser hei­len­de Kräf­te zuge­schrie­ben wer­den. Die Akus­tik in die­sen aus dem Stein gehaue­nen Räu­men ist bemer­kens­wert und macht den Gesang zu einem unver­gess­li­chen Erleb­nis. Umge­ben von zahl­rei­chen Chatsch­kars, den kunst­voll geschnitz­ten Kreuz­stei­nen, ist das Klos­ter Geg­hard ein Ort von tie­fer Spi­ri­tua­li­tät und archi­tek­to­ni­scher Genia­li­tät, der die Besu­cher in eine längst ver­gan­ge­ne Zeit ent­führt und die Sym­bio­se von Mensch, Glau­be und Natur auf ein­drucks­vol­le Wei­se darstellt.

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Der Tem­pel von Gar­ni: Ein hel­le­nis­ti­sches Juwel im Kaukasus

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Wie ein Fremd­kör­per aus einer ande­ren Welt erhebt sich der Tem­pel von Gar­ni über der Schlucht des Asat-Flus­ses. Die­ses beein­dru­cken­de Bau­werk im grie­chisch-römi­schen Stil ist das ein­zi­ge erhal­te­ne heid­ni­sche Hei­lig­tum in Arme­ni­en und ein ein­zig­ar­ti­ges Zeug­nis der vor­christ­li­chen Geschich­te des Lan­des. Erbaut im 1. Jahr­hun­dert nach Chris­tus von König Trdat dem Ers­ten, war der Tem­pel ver­mut­lich dem Son­nen­gott Mihr geweiht. Sei­ne Archi­tek­tur folgt den klas­si­schen Kanons des Hel­le­nis­mus, mit 24 ioni­schen Säu­len, die das zen­tra­le Hei­lig­tum umschlie­ßen, und einem kunst­voll ver­zier­ten Fries. Der Tem­pel über­stand die Chris­tia­ni­sie­rung Arme­ni­ens, wur­de aber bei einem ver­hee­ren­den Erd­be­ben im 17. Jahr­hun­dert fast voll­stän­dig zer­stört. In den 1970er Jah­ren wur­de er in mühe­vol­ler Klein­ar­beit wie­der­auf­ge­baut und erstrahlt heu­te wie­der in sei­nem anti­ken Glanz. Die Lage des Tem­pels auf einem Fels­vor­sprung, umge­ben von der Berg­land­schaft, ist spek­ta­ku­lär und macht ihn zu einem belieb­ten Foto­mo­tiv. Auf dem Gelän­de der Fes­tung von Gar­ni befin­den sich auch die Rui­nen eines könig­li­chen Palas­tes und eines römi­schen Bade­hau­ses aus dem 3. Jahr­hun­dert, des­sen Mosa­ik­bo­den Sze­nen aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie dar­stellt. Der Tem­pel von Gar­ni ist nicht nur ein archi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk, son­dern auch ein Sym­bol für die rei­che und viel­schich­ti­ge Kul­tur­ge­schich­te Arme­ni­ens, die weit über die christ­li­che Ära hin­aus­reicht und eine fas­zi­nie­ren­de Ver­bin­dung zur anti­ken Welt des Mit­tel­meer­raums herstellt.

Das Klos­ter Noravank

Das Klos­ter Nora­vank, was „Neu­es Klos­ter“ bedeu­tet, ist ein Juwel der mit­tel­al­ter­li­chen arme­ni­schen Bau­kunst und liegt an einem der spek­ta­ku­lärs­ten Orte des Lan­des. Man erreicht es durch eine enge Schlucht, deren Fels­wän­de in inten­si­ven Rot- und Ocker­tö­nen leuch­ten. Am Ende des Can­yons öff­net sich ein Tal­kes­sel, und dort, auf einem Fels­vor­sprung, thront der Klos­ter­kom­plex. Die Har­mo­nie zwi­schen der Archi­tek­tur und der dra­ma­ti­schen Natur­ku­lis­se ist voll­kom­men. Der Kom­plex besteht aus meh­re­ren Kir­chen, die zwi­schen dem 13. und 14. Jahr­hun­dert erbaut wur­den. Das Haupt­au­gen­merk liegt auf der zwei­stö­cki­gen Mau­so­le­ums­kir­che Surb Ast­wa­za­zin (Hei­li­ge Mut­ter­got­tes), ein Werk des berühm­ten Archi­tek­ten und Bild­hau­ers Momik. Eine schma­le, kühn aus der Fas­sa­de ragen­de Stein­trep­pe führt zum obe­ren Geschoss – ein archi­tek­to­ni­sches Wag­nis und ein belieb­tes Foto­mo­tiv. Momiks Hand­schrift zeigt sich auch in den fei­nen Reli­efs und den detail­rei­chen Chatsch­ka­ren (Kreuz­stei­nen), die das Klos­ter schmü­cken. Beson­ders bemer­kens­wert ist das Tym­panon über dem Ein­gang der Haupt­kir­che Surb Kara­pet, das eine sel­te­ne Dar­stel­lung von Gott­va­ter zeigt. Die röt­li­che Far­be des loka­len Sand­steins lässt die Gebäu­de bei Son­nen­un­ter­gang förm­lich mit den umlie­gen­den Fel­sen ver­schmel­zen. Nora­vank ist nicht nur ein Ort des Glau­bens, son­dern auch ein Gesamt­kunst­werk aus Stein, Licht und Land­schaft, das sei­ne Besu­cher in stil­les Stau­nen versetzt.

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Das Klos­ter Tatev und die „Flü­gel von Tatev“

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Hoch über der 500 Meter tie­fen Schlucht des Woro­tan-Flus­ses, auf einem stra­te­gisch güns­tig gele­ge­nen Fels­pla­teau im Süden Arme­ni­ens, liegt das Klos­ter Tatev. Über Jahr­hun­der­te war es nicht nur ein spi­ri­tu­el­les Zen­trum, son­dern auch eine der bedeu­tends­ten Uni­ver­si­tä­ten des Mit­tel­al­ters, ein poli­ti­sches Boll­werk und eine fast unein­nehm­ba­re Fes­tung. Die Anrei­se war frü­her ein beschwer­li­ches Unter­fan­gen, doch heu­te wird der Besuch durch ein moder­nes Wun­der­werk der Tech­nik zu einem Erleb­nis für sich: Die Seil­bahn „Flü­gel von Tatev“ ist mit 5,7 Kilo­me­tern die längs­te in einer Sek­ti­on erbau­te Pen­del­bahn der Welt. Die zwölf­mi­nü­ti­ge Fahrt schwebt über die atem­be­rau­ben­de Schlucht und bie­tet unver­gleich­li­che Aus­bli­cke auf die unbe­rühr­te Land­schaft. Oben ange­kom­men, betritt man einen weit­läu­fi­gen Kom­plex, des­sen Kern die Peter-und-Paul-Kathe­dra­le aus dem 9. Jahr­hun­dert bil­det. Man kann durch die alten Wohn- und Wirt­schafts­räu­me der Mön­che wan­deln, eine his­to­ri­sche Ölpres­se besich­ti­gen und die ehr­wür­di­ge Atmo­sphä­re die­ses Ortes auf sich wir­ken las­sen. Ein­zig­ar­tig ist die „Gawasan“-Säule, ein acht­ecki­ger Obe­lisk, der so kon­stru­iert wur­de, dass er bei Erschüt­te­run­gen – sei es durch Erd­be­ben oder her­an­na­hen­de feind­li­che Hee­re – schwank­te und so als Früh­warn­sys­tem dien­te. Tatev ist die per­fek­te Sym­bio­se aus mit­tel­al­ter­li­cher Geschich­te, spi­ri­tu­el­ler Tie­fe und moder­ner Inge­nieurs­kunst, ein­ge­bet­tet in eine der groß­ar­tigs­ten Land­schaf­ten des Kaukasus.

Etsch­miad­sin und die Rui­nen von Swartnoz

Etsch­miad­sin, heu­te offi­zi­ell Wag­harscha­pat genannt, ist das spi­ri­tu­el­le Herz der arme­nisch-apos­to­li­schen Kir­che und wird oft als der „Vati­kan Arme­ni­ens“ bezeich­net. Hier resi­diert der Katho­li­kos, das Ober­haupt der Kir­che. Die Legen­de besagt, dass Gre­gor der Erleuch­ter, der Arme­ni­en zum Chris­ten­tum bekehr­te, an die­ser Stel­le eine Visi­on von Chris­tus hat­te, der mit einem gol­de­nen Ham­mer auf die Erde schlug und so den Ort für den Bau der ers­ten Kir­che anwies. Die Haupt­ka­the­dra­le, deren Grund­stein im Jahr 303 gelegt wur­de, gilt als die ältes­te staat­lich erbau­te Kir­che der Welt. Obwohl sie über die Jahr­hun­der­te mehr­fach umge­baut und erwei­tert wur­de, spürt man in ihren Mau­ern die immense his­to­ri­sche und spi­ri­tu­el­le Bedeu­tung. Der gesam­te Kom­plex, der zum UNESCO-Welt­kul­tur­er­be gehört, umfasst neben der Kathe­dra­le wei­te­re bedeu­ten­de Kir­chen wie die St. Hrip­si­me und die St. Gaja­ne, die eben­falls Meis­ter­wer­ke der klas­si­schen arme­ni­schen Kir­chen­ar­chi­tek­tur sind. Nur weni­ge Kilo­me­ter ent­fernt lie­gen die Rui­nen der Kathe­dra­le von Swart­noz. Die­se im 7. Jahr­hun­dert erbau­te Rund­kir­che war für ihre Zeit eine archi­tek­to­ni­sche Sen­sa­ti­on und in ihrer Pracht wohl unüber­trof­fen. Obwohl sie im 10. Jahr­hun­dert durch ein Erd­be­ben zer­stört wur­de, ver­mit­teln die ver­blie­be­nen Säu­len­stümp­fe, Kapi­tel­le und Bögen einen ein­drucks­vol­len Begriff von ihrer eins­ti­gen Grö­ße und Schön­heit. Der gemein­sa­me Besuch von Etsch­miad­sin und Swart­noz bie­tet einen tie­fen Ein­blick in die Ursprün­ge und die Ent­wick­lung der sakra­len Bau­kunst Armeniens.

Kloster Chor Wirap in Armenien

Der Sewan­see

Kloster Chor Wirap in Armenien

Der Sewan­see ist die größ­te Was­ser­flä­che des Kau­ka­sus und einer der höchst­ge­le­ge­nen Süß­was­ser­seen der Welt. Auf einer Höhe von rund 1900 Metern über dem Mee­res­spie­gel gele­gen, ist er für das Bin­nen­land Arme­ni­en von unschätz­ba­rem Wert – als Was­ser­re­ser­voir, Erho­lungs­ge­biet und Quel­le der Inspi­ra­ti­on. Sei­ne Far­be ist ein Phä­no­men für sich: Sie wech­selt je nach Wet­ter und Licht­ein­fall von einem küh­len, stahl­grau­en Blau bis zu einem leuch­ten­den Tür­kis. Die Land­schaft um den See ist von kar­ger Schön­heit, geprägt von den umlie­gen­den Gebirgs­ket­ten, die sich im kla­ren Was­ser spie­geln. Ein zen­tra­ler Anzie­hungs­punkt ist die Sewan-Halb­in­sel, die einst eine Insel war, bevor der Was­ser­spie­gel durch sowje­ti­sche Ein­grif­fe sank. Auf ihr thront das Klos­ter Sewa­na­vank aus dem 9. Jahr­hun­dert. Der Auf­stieg zu den bei­den Kir­chen aus dunk­lem Basalt wird mit einem gran­dio­sen Pan­ora­ma­blick über den See belohnt. Beson­ders in den Mor­gen- oder Abend­stun­den, wenn das Licht weich ist und eine medi­ta­ti­ve Stil­le herrscht, ent­fal­tet die­ser Ort sei­ne gan­ze Magie. Ent­lang des Ufers fin­den sich zahl­rei­che Fisch­re­stau­rants, die den loka­len „Isch­chan“ (See­fo­rel­le) ser­vie­ren. Ein wei­te­rer Höhe­punkt ist der Fried­hof von Nora­tus am West­ufer, das größ­te erhal­te­ne Chatsch­kar-Feld Arme­ni­ens. Hun­der­te die­ser kunst­voll ver­zier­ten Kreuz­stei­ne aus ver­schie­de­nen Epo­chen ste­hen hier wie eine stum­me Armee und erzäh­len Geschich­ten aus ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten. Der Sewan­see ist ein Ort der Wei­te und der Ruhe, ein Natur­wun­der, das für die See­le des Lan­des steht.

Der Kur­ort Dil­id­schan und das Klos­ter Goschawank

Im grü­nen Nor­den Arme­ni­ens, umge­ben von dich­ten Eichen- und Buchen­wäl­dern, liegt der Kur­ort Dil­id­schan. Die Regi­on wird wegen ihrer sanf­ten, bewal­de­ten Hügel und des mil­den Kli­mas oft als „Arme­ni­sche Schweiz“ bezeich­net und bie­tet einen wohl­tu­en­den Kon­trast zu den eher ari­den Hoch­ebe­nen im Rest des Lan­des. Dil­id­schan selbst ist bekannt für sei­ne tra­di­tio­nel­le Archi­tek­tur mit Holz­bal­ko­nen und Erkern, die beson­ders in der restau­rier­ten Alt­stadt ent­lang der Scha­ram­be­jan-Stra­ße zu bewun­dern ist. Hier haben sich zahl­rei­che Kunst­hand­wer­ker, Töp­fer und Holz­schnit­zer nie­der­ge­las­sen. Die kla­re, heil­kräf­ti­ge Luft zog schon in der Sowjet­zeit Künst­ler, Kom­po­nis­ten und Intel­lek­tu­el­le an, die hier ihre Som­mer­fri­sche ver­brach­ten. Der umlie­gen­de Dil­id­schan-Natio­nal­park ist ein Para­dies für Wan­de­rer und Natur­lieb­ha­ber. Ver­steckt in den Wäl­dern lie­gen eini­ge der schöns­ten Klös­ter des Lan­des. Eines der bedeu­tends­ten ist Goscha­wank, gegrün­det im 12. Jahr­hun­dert vom Gelehr­ten Mchi­tar Gosch. Das Klos­ter war ein wich­ti­ges Bil­dungs­zen­trum und ist berühmt für sei­ne außer­ge­wöhn­lich fili­gra­nen Chatsch­ka­re, ins­be­son­de­re jene, die vom Meis­ter Pog­hos geschaf­fen wur­den. Ihre fei­nen, spit­zen­ar­ti­gen Stein­metz­ar­bei­ten sind von unüber­trof­fe­ner Kunst­fer­tig­keit. Ein Besuch in Dil­id­schan und Umge­bung ist wie das Ein­tau­chen in eine ande­re Welt – eine Welt der Stil­le, der grü­nen Wäl­der und der kul­tu­rel­len Schät­ze, die sich har­mo­nisch in die Natur einfügen.

Kloster Chor Wirap in Armenien

Das mega­li­thi­sche Feld von Karahundsch

Kloster Chor Wirap in Armenien

Auf einer wind­ge­peitsch­ten Hoch­ebe­ne in der süd­li­chen Pro­vinz Sju­nik, auf über 1700 Metern Höhe, liegt eine der rät­sel­haf­tes­ten und ältes­ten Stät­ten Arme­ni­ens: Kara­hundsch, auch Zora­ka­rer genannt, was so viel wie „Stei­ner­ne Armee“ bedeu­tet. Über 220 mas­si­ve Basalt­stei­ne, eini­ge davon bis zu drei Meter hoch und zehn Ton­nen schwer, sind hier in einem ova­len Mus­ter ange­ord­net. Das Beson­de­re an Kara­hundsch ist, dass vie­le der Menhi­re prä­zi­se run­de Löcher auf­wei­sen, die auf bestimm­te Punk­te am Hori­zont aus­ge­rich­tet sind. Archäo­lo­gen und Astro­no­men gehen davon aus, dass es sich um ein prä­his­to­ri­sches Obser­va­to­ri­um han­delt, das womög­lich über 7500 Jah­re alt ist und damit älter als Stone­henge in Eng­land oder die ägyp­ti­schen Pyra­mi­den wäre. Die Löcher dien­ten ver­mut­lich zur Beob­ach­tung der Son­ne, des Mon­des und der Ster­ne an wich­ti­gen Kalen­der­ta­gen wie der Son­nen­wen­de. Ein Spa­zier­gang durch die­ses archai­sche Feld, beglei­tet nur vom Pfei­fen des Win­des, ist ein tief beein­dru­cken­des Erleb­nis. Man kann die rohe Kraft der Stei­ne spü­ren und sich der Fas­zi­na­ti­on die­ser uralten Kul­tur nicht ent­zie­hen, die mit erstaun­li­chem Wis­sen den Kos­mos beob­ach­te­te. Die ein­sa­me und erha­be­ne Lage, mit wei­tem Blick über die umlie­gen­den Ber­ge, ver­stärkt die mys­ti­sche Aus­strah­lung des Ortes. Kara­hundsch ist ein Fens­ter in eine fer­ne, schrift­lo­se Ver­gan­gen­heit und ein Muss für alle, die sich für die Ursprün­ge der mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on und Astro­no­mie interessieren.

Die Stadt Gjumri

Gjum­ri, die zweit­größ­te Stadt Arme­ni­ens, besitzt einen ganz eige­nen Cha­rak­ter und eine bemer­kens­wer­te See­le. Anders als das von sowje­ti­scher Pla­nung gepräg­te Jere­wan, hat Gjum­ri ein his­to­ri­sches Zen­trum bewahrt, das mit sei­ner Archi­tek­tur aus dem 19. Jahr­hun­dert an eine alte rus­si­sche Zaren­stadt erin­nert. Die Gebäu­de sind aus schwar­zem und rotem Tuff­stein erbaut, was der Alt­stadt ein unver­wech­sel­ba­res, leicht melan­cho­li­sches Flair ver­leiht. Gjum­ri war einst ein blü­hen­des Han­dels- und Hand­werks­zen­trum, bekannt für sei­ne Schmie­de, Dich­ter und Musi­ker. Die­se krea­ti­ve Ader ist bis heu­te spür­bar. Die Stadt durch­leb­te jedoch eine immense Tra­gö­die, als sie 1988 von einem ver­hee­ren­den Erd­be­ben heim­ge­sucht wur­de. Die Spu­ren die­ser Kata­stro­phe sind an man­chen Stel­len noch sicht­bar, doch was über­wiegt, ist der unbe­zwing­ba­re Lebens­wil­le und der beson­de­re Humor sei­ner Bewoh­ner. Heu­te erlebt Gjum­ri eine Renais­sance. Jun­ge Künst­ler und Krea­ti­ve eröff­nen Ate­liers, gemüt­li­che Cafés und klei­ne Gale­rien und hau­chen den alten Stra­ßen neu­es Leben ein. Ein Spa­zier­gang durch das Kuma­jri-Vier­tel mit sei­nen geschnitz­ten Holz­bal­ko­nen und orna­men­tier­ten Fas­sa­den ist wie eine Rei­se in eine ande­re Zeit. Der zen­tra­le Frei­heits­platz, die beein­dru­cken­de Erlö­ser­kir­che und die schwar­ze Fes­tung am Ran­de der Stadt sind wei­te­re wich­ti­ge Anlauf­punk­te. Ein Besuch in Gjum­ri bie­tet einen tie­fen Ein­blick in eine ande­re Facet­te Arme­ni­ens – eine Stadt der Resi­li­enz, der Kunst und der herz­li­chen Menschen.

Kloster Chor Wirap in Armenien

Die Wein­re­gi­on Areni

Kloster Chor Wirap in Armenien

Die Regi­on um das Dorf Are­ni im Süden Arme­ni­ens gilt als die Wie­ge des Wein­baus. Hier, in der Höh­le Areni‑1, mach­te ein inter­na­tio­na­les Archäo­lo­gen­team im Jahr 2007 eine sen­sa­tio­nel­le Ent­de­ckung: eine über 6100 Jah­re alte Wein­kel­le­rei, die ältes­te, die bis­her auf der Welt gefun­den wur­de. In der küh­len, tro­cke­nen Höh­le fan­den sich Gär­bot­ti­che, eine Wein­pres­se, Trink­ge­fä­ße und sogar ver­stei­ner­te Trau­ben­ker­ne. Die­ser Fund belegt, dass die Wein­kul­tur im arme­ni­schen Hoch­land eine jahr­tau­sen­de­al­te, unun­ter­bro­che­ne Tra­di­ti­on hat. Heu­te ist Are­ni das Zen­trum des wie­der­auf­le­ben­den arme­ni­schen Wein­baus. Die gleich­na­mi­ge auto­chtho­ne rote Reb­sor­te gedeiht in dem beson­de­ren Mikro­kli­ma des Tals her­vor­ra­gend und bringt kraft­vol­le, ele­gan­te Wei­ne her­vor. Ent­lang der Haupt­stra­ße haben sich zahl­rei­che Wein­gü­ter ange­sie­delt, die von klei­nen Fami­li­en­be­trie­ben bis hin zu moder­nen, inter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­ten Kel­le­rei­en rei­chen. Vie­le von ihnen bie­ten Füh­run­gen und Ver­kos­tun­gen an, bei denen man die loka­len Wei­ne und die Lei­den­schaft der Win­zer ken­nen­ler­nen kann. Jedes Jahr im Okto­ber fin­det in Are­ni ein gro­ßes Wein­fest statt, das Besu­cher aus dem gan­zen Land und dar­über hin­aus anzieht. Ein Besuch der Are­ni-Höh­le, ver­bun­den mit einer Wein­pro­be bei einem der loka­len Pro­du­zen­ten, ist eine fas­zi­nie­ren­de Rei­se zu den Ursprün­gen eines der ältes­ten Kul­tur­gü­ter der Mensch­heit und ein Genuss für alle Sinne.

Rei­se­an­ge­bo­te

Für Arme­ni­en bie­ten wir eine Rei­he von Rei­se­zie­len an, mit denen ein Rei­se­plan für die Russ­län­di­sche Föde­ra­ti­on erwei­tert wer­den kann. Jed­we­de Kom­bi­na­ti­on von Rei­se­zie­len in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on mit sol­chen in Arme­ni­en wird dabei an Ihre spe­zi­fi­schen Inter­es­sen und Vor­stel­lun­gen ange­passt. Alle unse­re Rei­se­vor­schlä­ge las­sen sich als Indi­vi­du­al­rei­se allei­ne oder zu zweit, als Klein­grup­pen­rei­se oder als Pri­vat­rei­se sowohl mit als auch ohne Rei­se­füh­rer rea­li­sie­ren.
Auf Nach­fra­ge kön­nen alle Fahr­stre­cken und Plä­ne für eine Rei­se in Arme­ni­en auch ohne ergän­zen­de Rei­se­zie­le in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on, nur als ein­zel­ste­hen­de Rei­se in Arme­ni­en ange­bo­ten und umge­setzt werden.

Womit kön­nen wir Ihnen helfen?

Sie möch­ten die Russ­län­di­sche Föde­ra­ti­on und Arme­ni­en besu­chen und bei den Pau­schal­an­ge­bo­ten der gro­ßen Rei­se­an­bie­ter ist für Sie nicht das Rich­ti­ge dabei?

Russ​land​.Tours ist eine auf Rei­sen zu außer­ge­wöhn­li­chen, his­to­risch und kul­tu­rell bedeut­sa­men Orten in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on sowie von rus­si­schen Ein­flüs­sen gepräg­ten Kul­tur­räu­men spe­zia­li­sier­te Agen­tur. Wir pla­nen und orga­ni­sie­ren seit mehr als 25 Jah­ren Indi­vi­du­al- und Klein­grup­pen­rei­sen zu Orten abseits von Mas­sen­tou­ris­mus und aus­ge­tre­te­ner Pfa­de. Als Agen­tur füh­ren wir kei­ne Rei­sen im eige­nen Namen durch, son­dern ver­mit­teln an unse­re Kun­den Rei­se­ver­an­stal­ter und Anbie­ter tou­ris­ti­scher Leis­tun­gen, wel­che die von uns auf Basis der indi­vi­du­el­len Wün­sche unse­rer Kun­den geplan­ten Rei­sen als Pau­schal­rei­se durch­füh­ren oder ein­zel­ne Leis­tun­gen wie Über­nach­tun­gen, Trans­por­te oder Zugän­ge zu loka­len Sehens­wür­dig­kei­ten anbieten.

Gern hel­fen wir Ihnen auf Basis Ihrer indi­vi­du­el­len Inter­es­sen und Vor­stel­lun­gen bei der Pla­nung und Durch­füh­rung von Rei­sen zu unge­wöhn­li­chen Rei­se­zie­len oder his­to­risch und kul­tu­rell bedeut­sa­men Orten in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on und Armenien.

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