Springbrunnenskulptur Peterhof Russland.Tours

Peter­hof

Peter­hof, etwa 30 Kilo­me­ter west­lich von Sankt Peters­burg am Süd­ufer des Fin­ni­schen Meer­bu­sens gele­gen, zählt zu den ein­drucks­volls­ten Schloss- und Park­an­la­gen der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Das Ensem­ble ist ein Meis­ter­werk baro­cker Archi­tek­tur- und Gar­ten­kunst, das den Anspruch der Zaren­zeit auf Reprä­sen­ta­ti­on, Macht und künst­le­ri­sche Grö­ße ein­drucks­voll wider­spie­gelt. Heu­te gehört Peter­hof zum UNESCO-Welt­kul­tur­er­be und ist eines der meist­be­such­ten his­to­ri­schen Rei­se­zie­le des Lan­des. Besu­cher erwar­ten prunk­vol­le Paläs­te, weit­läu­fi­ge Parks und eines der spek­ta­ku­lärs­ten Spring­brun­nen­sys­te­me Europas.

Peter­hof steht bei­spiel­haft für die Ver­bin­dung von Macht, Kunst und Tech­nik im Zeit­al­ter der Zaren. Als Rei­se­ziel bie­tet es die Mög­lich­keit, die kul­tu­rel­len, poli­ti­schen und ästhe­ti­schen Dimen­sio­nen des impe­ria­len Russ­lands aus nächs­ter Nähe zu erfah­ren. Mit sei­nen pracht­vol­len Paläs­ten, der spek­ta­ku­lä­ren Brun­nen­an­la­ge und den kunst­voll gestal­te­ten Park­land­schaf­ten zählt Peter­hof zu den bedeu­tends­ten Gesamt­kunst­wer­ken Euro­pas. Ein Besuch hin­ter­lässt blei­ben­de Ein­drü­cke – sowohl in archi­tek­to­ni­scher Hin­sicht als auch als Zeug­nis einer Epo­che, die in Stein, Was­ser und Gold ihren Aus­druck fand.

Ein Sym­bol impe­ria­ler Ambition

Peter­hof wur­de Anfang des 18. Jahr­hun­derts von Zar Peter I. (Peter dem Gro­ßen) als Som­mer­re­si­denz gegrün­det. Inspi­riert von sei­nem Besuch in Frank­reich, wo ihn ins­be­son­de­re Ver­sailles beein­druck­te, ließ er eine Resi­denz errich­ten, die der des fran­zö­si­schen Königs in Grö­ße und Pracht eben­bür­tig sein soll­te. Ziel war es, die Stel­lung der neu gegrün­de­ten Haupt­stadt Sankt Peters­burg als poli­ti­sches und kul­tu­rel­les Zen­trum der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on zu unter­strei­chen und gleich­zei­tig die Öff­nung des Lan­des nach Wes­ten archi­tek­to­nisch sicht­bar zu machen.

Der Gro­ße Palast – Zen­trum höfi­scher Pracht

Im Mit­tel­punkt der Anla­ge steht der Gro­ße Palast, der über einer künst­lich auf­ge­schüt­te­ten Ter­ras­se thront und einen ein­drucks­vol­len Blick auf den Fin­ni­schen Meer­bu­sen sowie die dar­un­ter­lie­gen­den Gär­ten bie­tet. Von außen wirkt der Palast durch sei­ne ele­gan­te baro­cke Fas­sa­de, ver­gol­de­te Kup­peln und aus­la­den­de Flü­gel­bau­ten impo­sant und har­mo­nisch zugleich. Im Inne­ren erwar­ten Besu­cher reich deko­rier­te Fest­sä­le, Gale­rien, pri­va­te Gemä­cher und ein bemer­kens­wer­ter Thron­saal. Die Aus­stat­tung mit Stuck, Sei­den­ta­pe­ten, Möbeln, Spie­geln, Por­zel­lan und Male­rei­en spie­gelt den Glanz des Zaren­hofs wider und erlaubt einen leben­di­gen Ein­druck höfi­schen Lebens.

Die Gro­ße Kas­ka­de und das Springbrunnensystem

Das her­aus­ra­gends­te Merk­mal Peter­hofs ist die Gro­ße Kas­ka­de, ein monu­men­ta­les Was­ser­spiel, das sich vom Palast bis zum Unte­ren Gar­ten hin­ab­zieht. Im Zen­trum steht die Brun­nen­fi­gur Sam­son, der dem Löwen das Maul auf­reißt – ein Sym­bol des Sie­ges Peters des Gro­ßen über Schwe­den im Gro­ßen Nor­di­schen Krieg. Umge­ben ist sie von über 60 wei­te­ren Brun­nen, Was­ser­spei­ern, ver­gol­de­ten Skulp­tu­ren und Was­ser­kas­ka­den, die gänz­lich ohne Pum­pen, allein durch ein raf­fi­nier­tes Schwer­kraft­sys­tem betrie­ben wer­den – eine tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung des 18. Jahrhunderts.

Ins­ge­samt umfasst das Peter­ho­fer Spring­brun­nen­sys­tem mehr als 170 Brun­nen, ver­teilt auf das gesam­te Are­al. Beson­ders beliebt bei Besu­chern sind auch die soge­nann­ten „Scherz­brun­nen“, die durch ver­steck­te Mecha­nis­men akti­viert wer­den und unacht­sa­me Spa­zier­gän­ger über­ra­schend nass machen – ein spie­le­ri­scher Aus­druck baro­cker Gartenkunst.

Die Park­an­la­gen – Insze­nier­te Natur

Die Anla­ge glie­dert sich in zwei Haupt­be­rei­che: den Obe­ren Gar­ten, der dem Palast vor­ge­la­gert ist und mit sym­me­tri­schen Blu­men­bee­ten und Was­ser­bas­sins klas­sisch fran­zö­si­scher Gar­ten­ar­chi­tek­tur folgt, sowie den Unte­ren Gar­ten, der sich Rich­tung Meer erstreckt und einen stär­ke­ren land­schaft­li­chen Cha­rak­ter trägt. Hier füh­ren von Alleen gesäum­te Wege vor­bei an Pavil­lons, Lust­schlöss­chen, Skulp­tu­ren, Was­ser­fäl­len und Kanä­len. Die Gestal­tung des Parks dien­te nicht nur ästhe­ti­schen Zwe­cken, son­dern war auch eine Demons­tra­ti­on tech­ni­scher Inno­va­ti­on, künst­le­ri­scher Raf­fi­nes­se und zaris­ti­scher Weltanschauung.

Zu den archi­tek­to­ni­schen Klein­oden im Park zäh­len u. a. das Mon­plai­sir-Palais, ein von Peter dem Gro­ßen per­sön­lich ent­wor­fe­ner Bau direkt am Was­ser, sowie die Ere­mi­ta­ge, ein zwei­ge­schos­si­ger Rück­zugs­ort mit mecha­nisch bedien­tem Spei­se­auf­zug. Bei­de Gebäu­de bie­ten Ein­bli­cke in die pri­va­ten Sei­ten des höfi­schen Lebens und ergän­zen das monu­men­ta­le Ensem­ble um inti­me, durch­dach­te Räume.

Zer­stö­rung und Wiederaufbau

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de Peter­hof stark beschä­digt. Wäh­rend der deut­schen Besat­zung von 1941 bis 1944 erlitt die Anla­ge schwe­re Zer­stö­run­gen, vie­le Gebäu­de wur­den geplün­dert oder nie­der­ge­brannt. Nach Kriegs­en­de begann ein lang­wie­ri­ger und auf­wän­di­ger Wie­der­auf­bau, der bis heu­te andau­ert. Die Rekon­struk­tio­nen erfolg­ten nach his­to­ri­schen Plä­nen, Foto­gra­fien und erhal­te­nen Frag­men­ten, mit dem Ziel, die Anla­ge in ihrem ursprüng­li­chen Zustand zu bewah­ren und erleb­bar zu machen.

Der Wie­der­auf­bau von Peter­hof gilt inter­na­tio­nal als her­aus­ra­gen­de Leis­tung der Denk­mal­pfle­ge und sym­bo­li­siert den kul­tu­rel­len Wie­der­auf­bau nach dem Krieg. Heu­te zei­gen restau­rier­te Räu­me und wie­der­her­ge­stell­te Brun­nen, wie sorg­sam his­to­ri­sche Bau­sub­stanz und moder­ne Tech­nik mit­ein­an­der ver­bun­den wurden.

Bedeu­tung als Reiseziel

Peter­hof ist heu­te weit mehr als ein Muse­um – er ist ein leben­di­ger Ort der Begeg­nung mit Geschich­te, Kunst und Land­schafts­ar­chi­tek­tur. In der war­men Jah­res­zeit zie­hen ins­be­son­de­re die Was­ser­spie­le tau­sen­de Besu­cher täg­lich an. Regel­mä­ßi­ge Ver­an­stal­tun­gen, Aus­stel­lun­gen und Son­der­füh­run­gen ver­mit­teln zusätz­li­che Per­spek­ti­ven auf das Leben am Zaren­hof und die kul­tu­rel­len Leis­tun­gen der Epoche.

Zudem lässt sich Peter­hof bequem von Sankt Peters­burg aus errei­chen – per Bahn, Auto oder in den Som­mer­mo­na­ten auch per Trag­flü­gel­boot über den Fin­ni­schen Meer­bu­sen. Der Besuch lässt sich her­vor­ra­gend mit wei­te­ren Sehens­wür­dig­kei­ten der Regi­on kom­bi­nie­ren, dar­un­ter der Katha­ri­nen­pa­last in Pusch­kin oder das Alex­an­der-New­s­ki-Klos­ter in Sankt Petersburg.

Kurz­in­for­ma­ti­on Peterhof

Rei­se­op­tio­nen

Wenn Sie Peter­hof besu­chen möch­ten, so erar­bei­ten wir ger­ne einen ent­spre­chen­den Rei­se­plan für Sie. Oder Sie wäh­len aus der Rei­he von vor­ge­fer­tig­ten Rei­se­vor­schlä­gen einen Rei­se­plan aus, wel­cher einen Besuch Peter­hofs beinhaltet.

Der Besuch Peter­hofs kann auch mit dem Besuch von wei­te­ren sehens­wer­ten Orten in 

kom­bi­niert wer­den. Für Details sol­cher indi­vi­du­ell ange­pass­ten Tou­ren spre­chen Sie uns bit­te an.

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