Mos­kau

Mos­kau, die größ­te Stadt Euro­pas und der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on, liegt am Ufer des Flus­ses Moskwa und ist das poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Zen­trum des Lan­des. Seit der ers­ten Erwäh­nung des Ortes im Jahr 1147 hat sich Mos­kau von einer mit­tel­al­ter­li­chen Fes­tung zur moder­nen Welt­stadt mit über zwölf Mil­lio­nen Ein­woh­nern ent­wi­ckelt – ein Ort, an dem Geschich­te und Zukunft eng mit­ein­an­der ver­wo­ben sind.

Die Stadt beein­druckt mit ihrer ein­zig­ar­ti­gen Mischung aus Tra­di­ti­on und Moder­ne: Vom gol­de­nen Glanz der ortho­do­xen Kir­chen über die monu­men­ta­le Archi­tek­tur der Sowjet­zeit bis hin zu futu­ris­ti­schen Geschäfts­vier­teln wie Mos­kau City. Welt­be­rühm­te Sehens­wür­dig­kei­ten wie der Rote Platz, der Kreml und die far­ben­präch­ti­ge Basi­li­us-Kathe­dra­le zie­hen Besu­cher aus aller Welt in ihren Bann. Gleich­zei­tig laden ele­gan­te Bou­le­vards, inno­va­ti­ve Muse­en und leben­di­ge Vier­tel wie der Arbat oder die Patri­ar­chen­tei­che dazu ein, das viel­fäl­ti­ge All­tags­le­ben der Mos­kau­er zu ent­de­cken. Mos­kau ist ein fas­zi­nie­ren­der Ort vol­ler Kon­tras­te – eine Stadt, die Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart auf beein­dru­cken­de Wei­se vereint.

Geschich­te Moskaus

Die Anfän­ge Mos­kaus rei­chen bis ins 12. Jahr­hun­dert zurück. Erst­mals erwähnt wur­de die Stadt im Jahr 1147 als Treff­punkt des Fürs­ten Juri Dol­goru­ki. Bereits im 13. Jahr­hun­dert ent­wi­ckel­te sich Mos­kau unter der Herr­schaft der Fürs­ten von Wla­di­mir zu einem bedeu­ten­den Zen­trum der nord­öst­li­chen Rus. Im 14. Jahr­hun­dert wur­de es zur Haupt­stadt des Groß­fürs­ten­tums Mos­kau und leg­te den Grund­stein für das spä­te­re Rus­si­sche Reich.

Nach der Befrei­ung von der mon­go­lisch-tata­ri­schen Herr­schaft stieg Mos­kau im 15. und 16. Jahr­hun­dert unter Iwan III. und Iwan dem Schreck­li­chen zur domi­nie­ren­den Macht in Russ­land auf. Die Errich­tung des stei­ner­nen Kremls, der bis heu­te das Herz der Stadt bil­det, sowie der Bau monu­men­ta­ler Kir­chen und Kathe­dra­len spie­gel­ten den Macht­an­spruch Mos­kaus wider.

Im Jahr 1712 ver­leg­te Peter der Gro­ße die Haupt­stadt nach Sankt Peters­burg, doch Mos­kau blieb reli­giö­ses und kul­tu­rel­les Zen­trum. Wäh­rend der Napo­leo­ni­schen Inva­si­on 1812 wur­de ein Groß­teil der Stadt zer­stört, jedoch in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten mit gro­ßem Auf­wand wie­der­auf­ge­baut. Mit der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on 1917 und dem Sieg der Bol­sche­wi­ki erhielt Mos­kau 1918 wie­der den Sta­tus der Hauptstadt.

Im Lau­fe des 20. Jahr­hun­derts wur­de Mos­kau zum Zen­trum der Sowjet­uni­on und Sym­bol kom­mu­nis­ti­scher Macht. Der monu­men­ta­le Bau­stil der Sta­lin-Zeit prägt bis heu­te vie­le Gebäu­de und Plät­ze der Stadt. In den Jahr­zehn­ten nach dem Zwei­ten Welt­krieg wuchs Mos­kau rasant, ent­wi­ckel­te ein aus­ge­dehn­tes Metro­sys­tem und wur­de zur größ­ten Stadt Europas.

Nach der Auf­lö­sung der Sowjet­uni­on im Jahr 1991 blieb Mos­kau Haupt­stadt der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Seit­dem hat sich die Stadt umfas­send moder­ni­siert – mit sanier­ten his­to­ri­schen Bau­ten, neu­en Wirt­schafts­zen­tren und einem flo­rie­ren­den Kul­tur­le­ben. Heu­te steht Mos­kau für die dyna­mi­sche Ver­bin­dung von Geschich­te, Macht und Moderne.

Sehens­wür­dig­kei­ten in Mos­kau (Aus­wahl)

Mos­kau­er Kreml


Der Mos­kau­er Kreml ist das poli­ti­sche, kul­tu­rel­le und his­to­ri­sche Zen­trum der Stadt sowie der gesam­ten Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Sei­ne mas­si­ven roten Mau­ern und zwan­zig Tür­me erhe­ben sich majes­tä­tisch im Her­zen der Haupt­stadt. Inner­halb des Fes­tungs­kom­ple­xes befin­den sich eini­ge der bedeu­tends­ten Bau­wer­ke des Lan­des: die Mariä-Ent­schla­fens-Kathe­dra­le, die Erz­engel-Micha­el-Kathe­dra­le und die Ver­kün­di­gungs-Kathe­dra­le zeu­gen von der reli­giö­sen Bedeu­tung des Are­als, wäh­rend der Iwan-der-Gro­ße-Glo­cken­turm die Sil­hou­et­te des Kom­ple­xes prägt. In der Rüst­kam­mer kön­nen Besu­cher präch­ti­ge Rüs­tun­gen, Zaren­ge­wän­der und mit Edel­stei­nen besetz­te Insi­gni­en bestau­nen. Die Dia­man­ten­fun­dus-Aus­stel­lung bie­tet zudem einen ein­ma­li­gen Ein­blick in die Schatz­kam­mer der Zaren.

Dar­über hin­aus beher­bergt der Kreml den Amts­sitz des Prä­si­den­ten der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on, was ihn auch zum poli­ti­schen Herz des Lan­des macht. Die Ver­bin­dung aus his­to­ri­scher Archi­tek­tur, reli­giö­ser Bedeu­tung und aktu­el­ler Staats­funk­ti­on macht den Kreml zu einem ein­zig­ar­ti­gen Ort, der die Geschich­te und Gegen­wart der russ­län­di­schen Nati­on sym­bo­li­siert. Ein Spa­zier­gang durch den Kreml gleicht einer Zeit­rei­se durch Jahr­hun­der­te russ­län­di­scher Geschich­te und ist für jeden Mos­kau­rei­sen­den ein abso­lu­tes Muss.

Roter Platz


Der Rote Platz bil­det das Zen­trum Mos­kaus und ist eines der bekann­tes­ten Wahr­zei­chen der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Gele­gen zwi­schen dem Kreml und dem his­to­ri­schen Kauf­haus GUM, fun­gier­te der Platz jahr­hun­der­te­lang als Aus­tra­gungs­ort für Para­den, Zere­mo­nien und poli­ti­sche Kund­ge­bun­gen. Trotz sei­nes Namens hat er nichts mit der kom­mu­nis­ti­schen Geschich­te zu tun: “rot” bedeu­te­te im Alt­alt­russ­län­di­schen schlicht “schön”. Heu­te ist der Platz eine offe­ne, monu­men­ta­le Flä­che mit Kopf­stein­pflas­ter, die zu jeder Tages­zeit zahl­rei­che Besu­cher anzieht.

Die Umrah­mung durch archi­tek­to­ni­sche Iko­nen macht den Roten Platz zu einem Schau­platz his­to­ri­scher Dimen­sio­nen. Hier ste­hen unter ande­rem die präch­ti­ge Basi­li­us-Kathe­dra­le mit ihren bun­ten Kup­peln, das Staat­li­che His­to­ri­sche Muse­um mit sei­ner roten Back­stein­fas­sa­de sowie das Lenin-Mau­so­le­um, in dem der ein­bal­sa­mier­te Leich­nam des Revo­lu­ti­ons­füh­rers ruht. Die Atmo­sphä­re des Plat­zes ist glei­cher­ma­ßen fest­lich wie ehr­furcht­ge­bie­tend. Im Win­ter fin­det hier ein Weih­nachts­markt mit Eis­lauf­bahn statt, im Som­mer locken Open-Air-Konzerte.

Wer den Roten Platz betritt, spürt unwei­ger­lich die Schwe­re der Geschich­te und die Bedeu­tung die­ses Ortes für die Iden­ti­tät der russ­län­di­schen Nati­on. Gleich­zei­tig bie­tet er einen idea­len Aus­gangs­punkt für zahl­rei­che Ent­de­ckun­gen im Zen­trum Mos­kaus. Kein Besuch der Stadt ist voll­stän­dig ohne einen aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gang über die­sen impo­san­ten Platz.

Basi­li­us-Kathe­dra­le

Die Basi­li­us-Kathe­dra­le am süd­li­chen Ende des Roten Plat­zes ist eines der auf­fäl­ligs­ten und meist­fo­to­gra­fier­ten Bau­wer­ke Mos­kaus. Ihre neun far­ben­fro­hen Kup­peln, die wie Zucker­hü­te anmu­ten, machen sie zu einem archi­tek­to­ni­schen Wahr­zei­chen. Die Kathe­dra­le wur­de im 16. Jahr­hun­dert unter Iwan dem Schreck­li­chen errich­tet, um den Sieg über das Kha­nat Kasan zu fei­ern. Ursprüng­lich hieß sie “Kathe­dra­le der För­de­rung der Got­tes­mut­ter auf dem Gra­ben”, benannt nach der hei­li­gen Iko­ne. Spä­ter erhielt sie ihren heu­te gän­gi­gen Namen zu Ehren des Ein­sied­lers Basi­li­us, der in Mos­kau ver­ehrt wird.

Im Inne­ren ent­fal­tet sich ein Laby­rinth aus Kapel­len, Gän­gen und klei­nen Altar­räu­men, alle geschmückt mit Fres­ken, Iko­nen und kunst­vol­len Ver­zie­run­gen. Die Raum­at­mo­sphä­re ist intim und bei­na­he geheim­nis­voll, ein star­ker Kon­trast zur impo­san­ten Wir­kung der Außen­fas­sa­de. Besu­cher kön­nen sich audio­ge­führt durch die ver­win­kel­te Anla­ge bewe­gen und erhal­ten so einen tie­fen Ein­blick in die reli­giö­se Archi­tek­tur ver­gan­ge­ner Jahrhunderte.

Die Basi­li­us-Kathe­dra­le ist heu­te ein Muse­um, wird jedoch gele­gent­lich noch für ortho­do­xe Got­tes­diens­te genutzt. Sie steht nicht nur für die reli­giö­se Ver­gan­gen­heit Mos­kaus, son­dern auch für die krea­ti­ve Viel­falt der russ­län­di­schen Bau­kunst. Als kunst­his­to­ri­sches Denk­mal, archi­tek­to­ni­sches Juwel und Sym­bol für Mos­kaus unver­wech­sel­ba­res Stadt­bild ist sie ein abso­lu­tes High­light für jeden Besucher.

Lenin-Mau­so­le­um

Das Lenin-Mau­so­le­um befin­det sich an der West­sei­te des Roten Plat­zes, unmit­tel­bar vor der Kreml­mau­er. In dem streng geo­me­trisch gestal­te­ten Bau­werk ruht der ein­bal­sa­mier­te Kör­per von Wla­di­mir Iljitsch Lenin, dem Füh­rer der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on und Grün­der der Sowjet­uni­on. Seit 1924 kön­nen Besu­cher ihn dort in einem glä­ser­nen Sar­ko­phag sehen. Die Archi­tek­tur des Mau­so­le­ums folgt dem Stil des sowje­ti­schen Kon­struk­ti­vis­mus und besteht aus rotem Gra­nit und schwar­zem Labra­do­rit, was dem Ort eine küh­le Monu­men­ta­li­tät verleiht.

Der Besuch des Mau­so­le­ums ist kos­ten­los, erfor­dert jedoch Geduld: zeit­in­ten­si­ve Sicher­heits­kon­trol­len und War­te­schlan­gen­lan­ge sind die Regel. Foto­gra­fie­ren und lau­tes Spre­chen sind im Inne­ren streng ver­bo­ten, was die andäch­ti­ge Stim­mung noch ver­stärkt. Die Begeg­nung mit dem mumi­fi­zier­ten Revo­lu­ti­ons­füh­rer ist für vie­le Besu­cher ein bewe­gen­der Moment und bie­tet die Mög­lich­keit, sich mit der ideo­lo­gi­schen und his­to­ri­schen Bedeu­tung Lenins auseinanderzusetzen.

Trotz kon­tro­ver­ser Dis­kus­sio­nen über eine mög­li­che Umbet­tung Lenins ist das Mau­so­le­um bis heu­te ein bedeu­ten­der Ort natio­na­ler Erin­ne­rungs­kul­tur. Es ver­kör­pert ein Kapi­tel der russ­län­di­schen Geschich­te, das tief in das kol­lek­ti­ve Bewusst­sein der Nati­on ein­ge­brannt ist. Ein Besuch des Mau­so­le­ums bie­tet eine inten­si­ve Begeg­nung mit der sowje­ti­schen Ver­gan­gen­heit und bleibt ein fes­ter Bestand­teil des tou­ris­ti­schen Moskau-Erlebnisses.

Tret­ja­kow-Gale­rie

Die Tret­ja­kow-Gale­rie ist das bedeu­tends­te Muse­um für russ­län­di­sche Kunst und ein unver­zicht­ba­rer Anlauf­punkt für Kul­tur­in­ter­es­sier­te in Mos­kau. Gegrün­det von dem wohl­ha­ben­den Kauf­mann Pawel Tret­ja­kow im 19. Jahr­hun­dert, beher­bergt die Gale­rie heu­te eine umfas­sen­de Samm­lung russ­län­di­scher Male­rei vom Mit­tel­al­ter bis zur Moder­ne. Beson­ders berühmt ist die Iko­nen­samm­lung mit Wer­ken von And­rei Rubljow, dar­un­ter die legen­dä­re Dreifaltigkeitsikone.

Der Haupt­bau im his­to­ri­schen Stil befin­det sich im Stadt­teil Samo­skwo­retsch­je und beein­druckt schon von außen durch sei­ne male­ri­sche Fas­sa­de. Innen erwar­tet Besu­cher eine chro­no­lo­gisch ange­leg­te Aus­stel­lung, die die Ent­wick­lung der russ­län­di­schen Male­rei ein­drucks­voll nach­voll­zieh­bar macht: von der reli­giö­sen Kunst der Kie­wer Rus über aka­de­mi­sche His­to­ri­en­ma­le­rei bis hin zu den expres­si­ve Rea­lis­ten des 19. Jahrhunderts.

Neben den Alt­meis­tern sind auch Wer­ke von Ilya Repin, Iwan Aiwa­sow­ski und Wik­tor Was­ne­zow zu sehen. Die Samm­lung spie­gelt nicht nur ästhe­ti­sche Strö­mun­gen, son­dern auch gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen wider. Audio­gui­des und the­ma­ti­sche Füh­run­gen ver­tie­fen das Erlebnis.

Die Tret­ja­kow-Gale­rie ist mehr als ein Muse­um – sie ist ein Schau­fens­ter in das kul­tu­rel­le Selbst­ver­ständ­nis der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on und bie­tet wert­vol­le Ein­bli­cke in die See­le des Landes.

Bol­schoi-Thea­ter

Das Bol­schoi-Thea­ter ist eine Iko­ne der russ­län­di­schen Bal­lett- und Opern­kunst. Seit sei­ner Grün­dung im Jahr 1776 steht das Haus für musi­ka­li­sche Exzel­lenz und opu­len­te Büh­nen­pro­duk­tio­nen. Der impo­san­te Bau mit sei­ner klas­si­zis­ti­schen Fas­sa­de und den cha­rak­te­ris­ti­schen Säu­len domi­niert das Teatral­na­ja-Platz­ensem­ble im Her­zen Moskaus.

Das Inne­re des Thea­ters ist ein Kunst­werk für sich: Samt­ro­ter Plüsch, prunk­vol­le Kron­leuch­ter, ver­gol­de­te Logen und eine majes­tä­ti­sche Akus­tik schaf­fen eine unver­gleich­li­che Atmo­sphä­re. Besu­cher erle­ben hier gro­ße klas­si­sche Wer­ke von Tschai­kow­ski, Mus­sorg­ski oder Pro­kof­jew – inter­pre­tiert von einem Ensem­ble, das welt­weit zu den bes­ten gezählt wird.

Eine Vor­stel­lung im Bol­schoi ist nicht nur kul­tu­rel­les High­light, son­dern gesell­schaft­li­ches Ereig­nis. Kar­ten sind begehrt, die Dress­codes streng – aber das Erleb­nis bleibt unver­gess­lich. Auch Füh­run­gen hin­ter die Kulis­sen wer­den ange­bo­ten und geben Ein­blick in die Geschich­te des Hau­ses und die auf­wen­di­ge Produktion.

Ob Opern­lieb­ha­ber, Tanz­be­geis­ter­te oder Archi­tek­tur­freun­de: Das Bol­schoi-Thea­ter ist ein Muss für jeden Mos­kau­be­su­cher und ver­mit­telt einen tie­fen Ein­druck von der Rol­le der Kunst im kul­tu­rel­len Leben der Russ­län­di­schen Föderation.

Gor­ki-Park

Der Gor­ki-Park, offi­zi­ell „Gor­ki-Park für Kul­tur und Erho­lung“, ist eine grü­ne Oase mit­ten in der Metro­po­le. Er erstreckt sich ent­lang der Moskwa und bie­tet Erho­lungs­su­chen­den, Sport­lern und Kul­tur­freun­den eine Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten. Benannt nach dem Schrift­stel­ler Maxim Gor­ki, wur­de der Park in den 1920er Jah­ren als sozia­lis­ti­sches Frei­zeit­pa­ra­dies kon­zi­piert – heu­te ist er ein moder­nes Nah­erho­lungs­ge­biet mit zeit­ge­mä­ßer Infrastruktur.

Brei­te Spa­zier­we­ge, gepfleg­te Blu­men­an­la­gen, Kunst­in­stal­la­tio­nen und zahl­rei­che Cafés schaf­fen eine ange­neh­me Atmo­sphä­re. Im Som­mer locken Open-Air-Kon­zer­te, Yoga­kur­se und Boots­fahr­ten. Im Win­ter ver­wan­delt sich der Park in eine rie­si­ge Schlitt­schuh­bahn. Fami­li­en nut­zen den Park eben­so wie Jog­ger, Skate­boar­der oder Besu­cher, die ein­fach die Aus­sicht auf den Fluss genie­ßen möchten.

Kul­tu­rell berei­chert wird der Park durch das angren­zen­de Gara­ge Muse­um of Con­tem­po­ra­ry Art, tem­po­rä­re Aus­stel­lun­gen und einen gut sor­tier­ten Buch­la­den. Der Park fun­giert als Treff­punkt für eine jun­ge, krea­ti­ve Sze­ne eben­so wie für Erho­lungs­su­chen­de aller Altersgruppen.

Ein Besuch im Gor­ki-Park zeigt Mos­kau von sei­ner moder­nen, lebens­fro­hen Sei­te. Hier wird sicht­bar, wie sich die Haupt­stadt der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on neu erfin­det, ohne ihre Geschich­te zu ver­leug­nen. Ein idea­ler Ort, um durch­zu­at­men und das urba­ne Leben zu erleben.

Nowo­de­wit­schi-Klos­ter

Das Nowo­de­wit­schi-Klos­ter, ein Juwel reli­giö­ser Bau­kunst, liegt süd­west­lich des Zen­trums in einer ruhi­gen Park­an­la­ge und ist Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes. Gegrün­det im 16. Jahr­hun­dert, dien­te es sowohl als Frau­en­klos­ter als auch als Refu­gi­um für Adli­ge und Prin­zes­sin­nen, die sich – frei­wil­lig oder gezwun­ge­ner­ma­ßen – ins klös­ter­li­che Leben zurückzogen.

Die Anla­ge beein­druckt durch ihre har­mo­ni­sche Archi­tek­tur: wei­ße Mau­ern, gol­de­ne Kup­peln und reich ver­zier­te Kir­chen­bau­ten fügen sich zu einem der stim­mungs­volls­ten Orte Mos­kaus. Die Smo­lens­ker Kathe­dra­le mit ihren Iko­nen und Fres­ken bil­det das spi­ri­tu­el­le Zen­trum der Klosteranlage.

Das Are­al ist von einer hohen Fes­tungs­mau­er mit zwölf Wehr­tür­men umge­ben, die dem Ensem­ble eine bei­na­he mär­chen­haf­te Erschei­nung ver­lei­hen. Im angren­zen­den Nowo­de­wit­schi-Fried­hof sind zahl­rei­che Per­sön­lich­kei­ten der russ­län­di­schen Geschich­te bestat­tet – dar­un­ter Anton Tschechow, Niki­ta Chruscht­schow und Boris Jelzin.

Trotz sei­ner zen­tra­len Lage strahlt das Klos­ter Ruhe und Kon­tem­pla­ti­on aus. Besu­cher schät­zen das aus­ge­wo­ge­ne Zusam­men­spiel von Archi­tek­tur, Geschich­te und Natur. Der Spa­zier­gang ent­lang der Tei­che vor den Mau­ern bie­tet eine der roman­tischs­ten Kulis­sen Moskaus.

Ein Besuch des Nowo­de­wit­schi-Klos­ters ver­mit­telt einen Ein­druck von der spi­ri­tu­el­len Tie­fe und dem kul­tu­rel­len Erbe der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on – abseits der hek­ti­schen Haupt­adern der Metropole.

Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le

Die Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le ist nicht nur die höchs­te ortho­do­xe Kir­che der Welt, son­dern auch ein star­kes Sym­bol für die spi­ri­tu­el­le Wie­der­be­le­bung der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on nach der Auf­lö­sung der Sowjet­uni­on. Sie erhebt sich majes­tä­tisch am Ufer der Moskwa, unweit des Kremls, und beein­druckt sowohl durch ihre Grö­ße als auch durch ihre beweg­te Geschichte.

Im 19. Jahr­hun­dert als Dank für den Sieg über Napo­le­on errich­tet, wur­de die ursprüng­li­che Kathe­dra­le in den 1930er Jah­ren von den sowje­ti­schen Behör­den gesprengt. An ihrer Stel­le soll­te der Palast der Sowjets ent­ste­hen – ein nie ver­wirk­lich­tes Mega­pro­jekt. Erst in den 1990er Jah­ren wur­de die Kathe­dra­le ori­gi­nal­ge­treu wiederaufgebaut.

Der Innen­raum ist reich mit Gold­mo­sai­ken, Fres­ken und Mar­mor­de­kor aus­ge­schmückt. Die rie­si­ge Kup­pel bie­tet einen Pan­ora­ma­blick über Mos­kau und ist über eine Aus­sichts­platt­form zugäng­lich. Der Kir­chen­be­trieb ist rege, den­noch sind Besu­cher will­kom­men. Beson­ders ein­drucks­voll ist die Lit­ur­gie mit ortho­do­xem Chorgesang.

Neben der reli­giö­sen Funk­ti­on dient die Kathe­dra­le als Aus­druck natio­na­ler Iden­ti­tät. Sie zieht Pil­ger, Archi­tek­tur­freun­de und Geschichts­in­ter­es­sier­te glei­cher­ma­ßen an. Ein Ort, der Spi­ri­tua­li­tät und Staat­lich­keit auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se mit­ein­an­der verbindet.

Staat­li­ches His­to­ri­sches Museum

Das Staat­li­che His­to­ri­sche Muse­um am Nor­den­de des Roten Plat­zes beein­druckt bereits durch sei­ne rote Back­stein­fas­sa­de im alt­russ­län­di­schen Stil. Es wur­de im 19. Jahr­hun­dert gegrün­det und beher­bergt eine der umfas­sends­ten Samm­lun­gen zur Geschich­te der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on von der Stein­zeit bis zur Neuzeit.

Die Aus­stel­lung ist chro­no­lo­gisch auf­ge­baut und beginnt mit archäo­lo­gi­schen Fun­den aus der Alt­stein­zeit. Der Rund­gang führt wei­ter durch die Zeit der Kie­wer Rus, das Zaren­reich, die Revo­lu­ti­on und die sowje­ti­sche Ära bis in die Gegen­wart. Ori­gi­nal­ex­po­na­te, detail­ge­treue Model­le, Hand­schrif­ten, Waf­fen, Klei­dung und Kunst­hand­werk machen Geschich­te anschau­lich erlebbar.

Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist die Gestal­tung der Aus­stel­lungs­räu­me: Jeder Saal ist einem bestimm­ten Zeit­al­ter gewid­met und the­ma­tisch sowie farb­lich indi­vi­du­ell gestal­tet. So wird der Muse­ums­be­such auch visu­ell zu einer Rei­se durch die Jahrhunderte.

Für aus­län­di­sche Besu­cher ste­hen Audio­gui­des und Beschrif­tun­gen in meh­re­ren Spra­chen zur Ver­fü­gung. Das Muse­um bie­tet zudem wech­seln­de Son­der­aus­stel­lun­gen, wis­sen­schaft­li­che Ver­an­stal­tun­gen und Work­shops an.

Ein Besuch im His­to­ri­schen Muse­um ist eine idea­le Ein­füh­rung in die kom­ple­xe Geschich­te der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on und eine ergän­zen­de Sta­ti­on zum his­to­ri­schen Erle­ben des Roten Platzes.

Mos­kau­er Metro

Die Mos­kau­er Metro ist weit mehr als ein öffent­li­ches Ver­kehrs­mit­tel – sie ist ein unter­ir­di­sches Muse­um sozia­lis­ti­scher Archi­tek­tur und ein Erleb­nis für sich. 1935 eröff­net, war sie eines der gro­ßen Pres­ti­ge­pro­jek­te der Sowjet­uni­on und soll­te dem “Volks­pa­last unter der Erde” Gestalt verleihen.

Vie­le Sta­tio­nen, ins­be­son­de­re auf der Ring­li­nie, sind wah­re Kunst­wer­ke. Mar­mor­säu­len, Decken­mo­sai­ke, Sta­tu­en, Glas­ma­le­rei­en und monu­men­ta­le Reli­efs schaf­fen eine ein­zig­ar­tig prunk­vol­le Atmo­sphä­re. Beson­ders bekannt sind die Sta­tio­nen Kom­so­mol­ska­ja, Kiyevs­ka­ja und Maja­kows­ka­ja, die oft in Archi­tek­tur­füh­rern auftauchen.

Doch auch abseits des visu­el­len Ein­drucks ist die Metro beein­dru­ckend. Sie ist eines der pünkt­lichs­ten und am dich­tes­ten fre­quen­tier­ten U‑Bahn-Sys­te­me der Welt. Jede Sta­ti­on ist mit einer eige­nen künst­le­ri­schen Hand­schrift gestal­tet und reflek­tiert ein Stück sowje­ti­scher oder russ­län­di­scher Geschichte.

Beson­ders loh­nens­wert ist eine geführ­te Metro­tour, bei der auch Hin­ter­grund­ge­schich­ten zu Design, Tech­nik und Pro­pa­gan­da­aspek­ten erzählt wer­den. Wer ein­fach nur mit­fährt, kann den­noch das Flair die­ser fas­zi­nie­ren­den Ver­kehrs­welt aufsaugen.

Ein Muss für alle Architektur‑, Tech­nik- und Geschichts­fans – und zugleich eine prak­ti­sche Mög­lich­keit, sich effi­zi­ent in der Stadt zu bewegen.

Sar­jad­je-Park

Der Sar­jad­je-Park ist ein Para­de­bei­spiel für das moder­ne Stadt­ent­wick­lungs­pro­gramm Mos­kaus. Direkt neben dem Roten Platz gele­gen, ent­stand er 2017 auf dem ehe­ma­li­gen Are­al des Hotel Ros­si­ja. Heu­te ver­bin­det er futu­ris­ti­sche Archi­tek­tur, natur­na­he Land­schafts­ge­stal­tung und inter­ak­ti­ve Wis­sens­ver­mitt­lung auf ein­zig­ar­ti­ge Weise.

Der Park ist in vier Land­schafts­zo­nen unter­teilt: Tun­dra, Step­pe, Wald und Feucht­ge­biet – sym­bo­lisch für die ver­schie­de­nen Kli­ma­zo­nen der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Zwi­schen die­sen Berei­chen lie­gen glä­ser­ne Pavil­lons, eine Phil­har­mo­nie mit erst­klas­si­ger Akus­tik und das High­light des Parks: die schwe­ben­de „Sojus­brü­cke“, eine Aus­sichts­ter­ras­se, die spek­ta­ku­lär über den Moskwa-Fluss hinausragt.

Der Park bie­tet nicht nur Erho­lung, son­dern auch Bil­dung. In einem Media­zen­trum kön­nen Besu­cher in inter­ak­ti­ven Aus­stel­lun­gen mehr über die Geo­gra­phie, Kul­tur und Geschich­te des Lan­des erfah­ren. Im Win­ter wird ein Teil des Parks zur Eis­lauf­bahn, im Som­mer locken Kon­zer­te und Open-Air-Veranstaltungen.

Der Sar­jad­je-Park steht für eine neue Gene­ra­ti­on städ­ti­scher Raum­ge­stal­tung: offen, inte­gra­tiv und auf Nach­hal­tig­keit bedacht. Er zeigt, wie sich die Haupt­stadt der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on der Zukunft stellt, ohne ihre his­to­ri­schen Wur­zeln zu verlieren.

Poch­ta-Sta­ti­on Höhlen

Ein ein­zig­ar­ti­ger Geheim­tipp abseits der bekann­ten Tou­ris­ten­rou­ten sind die Höh­len nahe der U‑Bahn-Sta­ti­on Poch­ta. Die­se Kalk­stein­höh­len wur­den in der spä­ten Sowjet­zeit durch indus­tri­el­le Nut­zung geschaf­fen und sind heu­te ein fas­zi­nie­ren­des Ziel für aben­teu­er­lus­ti­ge Besu­cher. Obwohl sie nicht offi­zi­ell tou­ris­tisch erschlos­sen sind, genie­ßen sie unter Ein­hei­mi­schen und Erkun­dern einen gewis­sen Kult­sta­tus. Die laby­rinth­ar­ti­gen Gän­ge füh­ren tief unter die Erd­ober­flä­che und ver­mit­teln ein Gefühl von Ent­rü­ckung und Zeitlosigkeit.

Im dif­fu­sen Licht der Taschen­lam­pen ent­fal­tet sich eine bei­na­he mys­ti­sche Atmo­sphä­re. Die Wän­de zei­gen Spu­ren alter Werk­zeu­ge, trop­fen­de Mine­ral­ab­la­ge­run­gen und gele­gent­lich Graf­fi­ti aus den 1990er Jah­ren. Trotz der Fas­zi­na­ti­on ist Vor­sicht gebo­ten: Ohne orts­kun­di­ge Beglei­tung soll­te man sich nicht in das Höh­len­sys­tem wagen. Natur­freun­de und Urban-Explo­rer fin­den hier eine beson­de­re Form der Begeg­nung mit einem ver­bor­ge­nen Kapi­tel Mos­kau­er Geschich­te. Die Poch­ta-Höh­len zei­gen ein­drucks­voll, dass Mos­kau nicht nur über­ir­disch viel zu ent­de­cken bietet.

Mit die­ser Sehens­wür­dig­keit schließt sich der Kreis durch das viel­fäl­ti­ge Pan­ora­ma Mos­kaus. Die Stadt prä­sen­tiert sich ihren Gäs­ten als leben­di­ges, sich wan­deln­des Muse­um der russ­län­di­schen Geschich­te, Archi­tek­tur und Kul­tur. Von gran­dio­sen Paläs­ten bis zu geheim­nis­vol­len Unter­wel­ten bie­tet Mos­kau unzäh­li­ge Facet­ten, die es loh­nen, ent­deckt zu werden.

Lomo­nossow-Uni­ver­si­tät (MGU)

Die Lomo­nossow-Uni­ver­si­tät, kurz MGU, ist das geis­ti­ge Zen­trum der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on und zugleich ein archi­tek­to­ni­sches Wahr­zei­chen. Der Haupt­bau auf den Sper­lings­ber­gen ist eines der “Sie­ben Schwestern”-Hochhäuser, die im sta­li­nis­ti­schen Zucker­bä­cker­stil erbaut wur­den. Mit über 240 Metern Höhe ist es weit­hin sicht­bar und bie­tet von sei­ner Umge­bung aus einen gran­dio­sen Blick auf die Stadt.

Die Uni­ver­si­tät wur­de 1755 von Michail Lomo­nossow gegrün­det und ist eine der ältes­ten und renom­mier­tes­ten Hoch­schu­len des Lan­des. Der Cam­pus ist eine eige­ne Welt: Hör­saal­ge­bäu­de, Wohn­hei­me, For­schungs­ein­rich­tun­gen und grü­ne Parks bil­den ein eige­nes Uni­ver­sum intel­lek­tu­el­len Lebens.

Besu­cher kön­nen an Füh­run­gen durch das Haupt­ge­bäu­de teil­neh­men oder ein­fach den Blick von der Aus­sichts­ter­ras­se genie­ßen. Beson­ders beein­dru­ckend ist die gro­ße Aula mit ihrer klas­si­zis­ti­schen Aus­stat­tung und der gigan­ti­schen Uhr im Turm.

Das Gebäu­de selbst steht für den Bil­dungs­an­spruch der sowje­ti­schen Ära und für den kul­tu­rel­len Stolz der moder­nen Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Auch heu­te noch gilt ein Abschluss von der MGU als beson­ders prestigeträchtig.

Ein Ort, der Wis­sen­schaft und Macht­ar­chi­tek­tur ver­eint – und der ein beson­de­res Kapi­tel der Stadt­ge­schich­te erzählt.

WDNCh (Aus­stel­lung der Errun­gen­schaf­ten der Volkswirtschaft)

Die WDNCh – ein Akro­nym für „Aus­stel­lung der Errun­gen­schaf­ten der Volks­wirt­schaft“ – ist ein monu­men­ta­les Frei­luft­aus­stel­lungs­ge­län­de im Nord­os­ten Mos­kaus. Ursprüng­lich 1939 eröff­net, dien­te es als Schau­vi­tri­ne für den Fort­schritt und die Indus­trie­leis­tung der Sowjet­uni­on. Heu­te ist es eine Mischung aus Mes­se­ge­län­de, Frei­zeit­park, Muse­ums­kom­plex und archi­tek­to­ni­schem Erbe.

Auf dem weit­läu­fi­gen Are­al fin­den sich dut­zen­de the­ma­ti­sche Pavil­lons, die einst den Uni­ons­re­pu­bli­ken oder Fach­be­rei­chen wie Raum­fahrt, Land­wirt­schaft oder Ener­gie gewid­met waren. Vie­le die­ser Gebäu­de sind in einem deko­ra­ti­ven Stil gehal­ten, der klas­si­sche, ori­en­ta­li­sche und sowje­ti­sche Ele­men­te kom­bi­niert. Beson­ders ein­drucks­voll sind der Zen­tral­pa­vil­lon, der Pavil­lon der Ukrai­ne und die Raum­fahrt­hal­le mit dem his­to­ri­schen Wostok-Raumschiff.

Ein Spa­zier­gang über das Gelän­de gleicht einer Zeit­rei­se durch die uto­pi­schen Visio­nen des 20. Jahr­hun­derts. Die Spring­brun­nen „Blu­men­freund­schaft“ und „Stei­ner­ne Blu­me“ set­zen glit­zern­de Akzen­te zwi­schen den monu­men­ta­len Bau­ten. Heu­te fin­den auf dem Gelän­de auch Fes­ti­vals, Aus­stel­lun­gen und Mes­sen statt. Im Win­ter ver­wan­deln sich die brei­ten Wege in eine der größ­ten Eis­lauf­flä­chen Europas.

Die WDNCh ist ein Ort, der sowje­ti­sche Ver­gan­gen­heit mit gegen­wär­ti­ger Frei­zeit­kul­tur ver­knüpft. Ide­al für alle, die zwi­schen Geschich­te, Archi­tek­tur und urba­nem Leben wan­deln möchten.

Kos­mo­nau­ten­mu­se­um

Direkt an der WDNCh gele­gen, erkennt man das Kos­mo­nau­ten­mu­se­um bereits von wei­tem an sei­ner iko­ni­schen, 100 Meter hohen Rake­ten­ste­le, die in den Him­mel zu stei­gen scheint. Es wur­de 1981 eröff­net und wür­digt die Leis­tun­gen der Raum­fahrt­pro­gram­me der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on und der Sowjetunion.

Im Inne­ren erwar­tet Besu­cher eine span­nen­de Aus­stel­lung mit Raum­an­zü­gen, Ori­gi­nal­tech­nik, Satel­li­ten­mo­del­len und mul­ti­me­dia­len Instal­la­tio­nen. Ein zen­tra­le Höhe­punkt ist die ori­gi­na­le Lan­de­kap­sel von Sojus, die spür­bar macht, unter wel­chen Bedin­gun­gen Kos­mo­nau­ten zur Erde zurück­kehr­ten. Auch per­sön­li­che Gegen­stän­de von Juri Gaga­rin und Valen­ti­na Teresch­ko­wa sind zu sehen.

Beson­ders ein­drucks­voll sind die detail­ge­treu­en Nach­bil­dun­gen von Raum­sta­tio­nen wie Mir oder ISS-Modu­len, die man teil­wei­se betre­ten kann. Inter­ak­ti­ve Sta­tio­nen machen die kom­ple­xe Tech­nik auch für Kin­der und Fami­li­en verständlich.

Das Muse­um schlägt eine Brü­cke zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunft, Wis­sen­schaft und Mensch­lich­keit. Es ist nicht nur ein Ort des Stau­nens, son­dern auch der Refle­xi­on über das Ver­hält­nis von Tech­no­lo­gie und Gesell­schaft. Wer sich für Raum­fahrt, Wis­sen­schaft oder Geschich­te inter­es­siert, soll­te die­sen Ort kei­nes­falls verpassen.

Arbat-Stra­ße

Die Arbat-Stra­ße ist eine der ältes­ten und bekann­tes­ten Stra­ßen Mos­kaus. Sie beginnt unweit des Außen­mi­nis­te­ri­ums – eines der Sie­ben Schwes­tern – und führt durch das his­to­ri­sche Stadt­vier­tel Arbat. Schon im 15. Jahr­hun­dert erwähnt, ent­wi­ckel­te sich die Stra­ße im Lau­fe der Jahr­hun­der­te zu einem Zen­trum für Han­del, Kunst und Intellektualität.

Heu­te ist die Arbat-Stra­ße eine Fuß­gän­ger­zo­ne und belieb­te Fla­nier­mei­le für Ein­hei­mi­sche und Tou­ris­ten glei­cher­ma­ßen. Hier fin­den sich zahl­rei­che Cafés, Restau­rants, Sou­ve­nir­lä­den, Stra­ßen­künst­ler und Musi­ker. Die Atmo­sphä­re ist leben­dig, fast medi­ter­ran – ein Kon­trast zur sonst oft monu­men­ta­len Mos­kau­er Architektur.

Ent­lang der Stra­ße ste­hen eini­ge sehens­wer­te his­to­ri­sche Gebäu­de, dar­un­ter das Pusch­kin-Haus­mu­se­um, das dem Leben und Werk des Dich­ters gewid­met ist. Moder­ne Skulp­tu­ren, bun­te Fas­sa­den und kunst­vol­le Schil­der ergän­zen das Straßenbild.

Der Arbat ist nicht nur ein Ort zum Bum­meln, son­dern auch ein Fens­ter in das krea­ti­ve Mos­kau – frü­her wie heu­te ein Sam­mel­punkt für Lite­ra­ten, Schau­spie­ler und Bohe­mi­ens. Ein idea­ler Ort, um in die See­le der Stadt ein­zu­tau­chen, einen Kaf­fee zu trin­ken oder sich ein­fach trei­ben zu lassen.

Zari­zy­no-Park und Palastensemble

Im Süden Mos­kaus gele­gen, ist Zari­zy­no ein weit­läu­fi­ger Land­schafts­park mit einem roman­tisch anmu­ten­den Schloss­ensem­ble, das im 18. Jahr­hun­dert auf Geheiß von Zarin Katha­ri­na der Gro­ßen errich­tet wur­de. Zwar wur­de der Bau nie voll­endet, doch ist die Anla­ge heu­te auf­wen­dig restau­riert und in ein Muse­um sowie ein belieb­tes Aus­flugs­ziel umge­wan­delt worden.

Die Archi­tek­tur kom­bi­niert goti­sche und klas­si­zis­ti­sche Ele­men­te mit typi­schen russ­län­di­schen Orna­men­ten. Beson­ders auf­fäl­lig sind die reich ver­zier­ten Brü­cken, Tore und Gale­rien aus rotem Back­stein mit wei­ßen Dekor­ele­men­ten. Das Haupt­ge­bäu­de beher­bergt eine kul­tur­his­to­ri­sche Aus­stel­lung, die das Leben am Hofe und die Geschich­te des Ortes dokumentiert.

Der umge­ben­de Park mit sei­nen Seen, Wald­stü­cken, Wie­sen und Aus­sichts­punk­ten lädt zu lan­gen Spa­zier­gän­gen ein. Im Som­mer fin­den hier Kon­zer­te und Thea­ter­auf­füh­run­gen statt. Im Herbst ver­wan­deln sich die Alleen in ein Far­ben­meer. Der Park ist zudem Hei­mat zahl­rei­cher Vogel­ar­ten und ein belieb­tes Ziel für Fami­li­en und Naturfreunde.

Zari­zy­no bie­tet eine stim­mungs­vol­le Kom­bi­na­ti­on aus Natur, Geschich­te und Archi­tek­tur – ein ruhi­ger Kon­tra­punkt zum pul­sie­ren­den Stadtzentrum.

Kolo­mens­ko­je

Kolo­mens­ko­je ist ein his­to­ri­sches Anwe­sen und ehe­ma­li­ger Zaren­wohn­sitz im Süd­os­ten Mos­kaus, das heu­te als Muse­ums­re­ser­vat dient. Die Anla­ge umfasst Kir­chen, Paläs­te, Gär­ten und wei­te Grün­flä­chen ent­lang des Moskwa-Ufers. Sie war bereits im Mit­tel­al­ter besie­delt und ent­wi­ckel­te sich im 16. und 17. Jahr­hun­dert zu einem belieb­ten Rück­zugs­ort der Herrscherfamilien.

Herz­stück des Are­als ist die Chris­ti-Him­mel­fahrts-Kir­che, ein wei­ßer Kalk­stein­bau mit hoher Turm­spit­ze, der als einer der ers­ten Ver­tre­ter des Zelt­s­til­de­signs gilt und zum UNESCO-Welt­erbe zählt. Wei­te­re High­lights sind der nach­ge­bau­te höl­zer­ne Palast von Zar Alex­ei, ein his­to­ri­scher Bie­nen­haus­gar­ten und meh­re­re Aus­sichts­ter­ras­sen mit Blick über die Moskwa.

Kolo­mens­ko­je ist ide­al für aus­ge­dehn­te Spa­zier­gän­ge, Pick­nicks oder zum Ein­tau­chen in das Leben des alten Russ­lands. Es ver­eint Natur­er­leb­nis mit kul­tu­rel­ler Tie­fe und archi­tek­to­ni­scher Viel­falt. Auch für Kin­der bie­tet das Gelän­de zahl­rei­che Akti­vi­tä­ten und Mitmachstationen.

Ein Aus­flug nach Kolo­mens­ko­je ist eine Rei­se in die Ver­gan­gen­heit, ein­ge­bet­tet in eine der schöns­ten Park­an­la­gen Moskaus.

Ostan­ki­no-Fern­seh­turm

Der Ostan­ki­no-Fern­seh­turm ist mit einer Höhe von 540 Metern eines der mar­kan­tes­ten Bau­wer­ke Mos­kaus und das höchs­te frei­ste­hen­de Gebäu­de der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Er wur­de in den 1960er-Jah­ren errich­tet und sym­bo­li­siert den tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt der Sowjet­ära. Der Turm dient pri­mär der Fern­seh- und Rund­funk­über­tra­gung, ist aber auch eine der spek­ta­ku­lärs­ten Aus­sichts­platt­for­men der Stadt.

Ein Hoch­ge­schwin­dig­keits­auf­zug bringt Besu­cher in weni­gen Sekun­den auf eine Höhe von über 300 Metern. Von dort bie­tet sich ein atem­be­rau­ben­der 360-Grad-Blick auf Mos­kau und das Umland – bei kla­rer Sicht reicht der Blick bis zur äuße­ren Ring­au­to­bahn. Beson­ders ein­drucks­voll ist ein Besuch bei Son­nen­un­ter­gang oder nachts, wenn die Stadt unter einem Lich­ter­meer liegt.

Muti­ge kön­nen über einen Glas­bo­den in schwin­del­erre­gen­der Höhe schrei­ten, wäh­rend ein Café in der dreh­ba­ren Pan­ora­ma­kup­pel Erfri­schun­gen ser­viert. Mul­ti­me­dia­le Instal­la­tio­nen ver­mit­teln Ein­bli­cke in Tech­nik und Geschich­te des Turms.

Sicher­heit wird groß­ge­schrie­ben: Der Turm wur­de mehr­fach moder­ni­siert und ist heu­te auf dem neu­es­ten tech­ni­schen Stand. Ein Besuch lohnt sich für Tech­nik­be­geis­ter­te eben­so wie für Roman­ti­ker und Fotografen.

Sie­ges­park und Muse­um des Gro­ßen Vater­län­di­schen Kriegs

Der Sie­ges­park auf dem Poklon­na­ja-Hügel ist ein bedeu­ten­der Erin­ne­rungs­ort, der dem Sieg über den Natio­nal­so­zia­lis­mus im Gro­ßen Vater­län­di­schen Krieg gewid­met ist. Das Are­al ist groß­zü­gig gestal­tet und kom­bi­niert Land­schafts­ar­chi­tek­tur mit Monu­men­ta­li­tät und tief­grün­di­ger Symbolik.

Im Zen­trum steht das Sie­ges­denk­mal – eine 141,8 Meter hohe Ste­le, die sym­bo­lisch für die 1.418 Kriegs­ta­ge steht. Vor ihr erstreckt sich ein wei­ter Platz mit dem Ewi­gen Feu­er, Flam­men­re­li­efs und einer Rei­he von mili­tär­his­to­ri­schen Skulp­tu­ren. Das ange­schlos­se­ne Muse­um des Gro­ßen Vater­län­di­schen Kriegs bie­tet detail­lier­te Aus­stel­lun­gen zu Schlach­ten, per­sön­li­chen Schick­sa­len und mili­tä­ri­scher Technik.

Der Park selbst lädt zum Spa­zie­ren ein: brei­te Alleen, Was­ser­spie­le und Gedenk­stät­ten zu ver­schie­de­nen Front­ab­schnit­ten und Alli­ier­ten run­den das Ensem­ble ab. Beson­ders bewe­gend sind die Gedenk­or­te für depor­tier­te Juden, gefal­le­ne Sol­da­ten und zivi­le Opfer.

Ein Besuch des Sie­ges­parks ist nicht nur eine his­to­ri­sche Lek­ti­on, son­dern auch ein Moment der Ein­kehr und Wür­di­gung. Er ver­mit­telt die Ernst­haf­tig­keit der Erin­ne­rungs­kul­tur in der Russ­län­di­schen Föderation.

Skulp­tu­ren­park Muzeon

Der Muze­on-Park, auch „Park der Gefal­le­nen Denk­mä­ler“ genannt, ist ein ein­zig­ar­ti­ges Frei­luft­mu­se­um moder­ner Skulp­tur. Er ent­stand nach dem Zer­fall der Sowjet­uni­on, als vie­le kom­mu­nis­ti­sche Denk­mä­ler aus dem öffent­li­chen Raum ent­fernt wur­den. Die­se Sta­tu­en wur­den im Park ver­sam­melt – ergänzt um zeit­ge­nös­si­sche Wer­ke, poli­ti­sche Kunst und abs­trak­te Plastiken.

Der Park liegt am Ufer der Moskwa, in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Gor­ki-Park und zur Neu­en Tret­ja­kow-Gale­rie. Zwi­schen alten Lenin- und Sta­lin-Sta­tu­en fin­den sich Wer­ke russ­län­di­scher Gegen­warts­künst­ler, Kari­ka­tu­ren, Mahn­ma­le und sozia­le Instal­la­tio­nen. Die­se Mischung ver­leiht dem Ort eine fast iro­nisch-his­to­ri­sche Atmosphäre.

Muze­on ist nicht nur ein Ort der Kunst, son­dern auch ein sozia­ler Treff­punkt. Pick­nick­de­cken auf dem Rasen, Yoga-Grup­pen, Lesun­gen – das Publi­kum ist jung, krea­tiv und auf­ge­schlos­sen. Der Park erlaubt, sich mit Geschich­te und Gegen­wart gleich­zei­tig auseinanderzusetzen.

Er zeigt, wie das Land sei­ne Ver­gan­gen­heit nicht ver­drängt, son­dern kri­tisch inte­griert. Muze­on ist Aus­druck einer offe­nen, urba­nen Kul­tur und ein leben­di­ges Bei­spiel für den Wan­del im öffent­li­chen Raum.

Roter Okto­ber (Kras­ny Oktjabr)

Die ehe­ma­li­ge Scho­ko­la­den­fa­brik „Kras­ny Okt­jabr“ liegt auf einer Insel in der Moskwa, direkt gegen­über der Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le. Wo einst Pra­li­nen und Scho­ko­la­den­ta­feln pro­du­ziert wur­den, fin­det man heu­te eine der span­nends­ten Krea­tiv­zo­nen der Stadt.

Nach der Still­le­gung der Fabrik wur­den die roten Back­stein­bau­ten in Gale­rien, Bars, Design­stu­di­os, Start-ups und Nacht­clubs umge­wan­delt. Die Mischung aus Indus­triechar­me und moder­ner Nut­zung hat sich zu einem Hot­spot für Kunst- und Musik­lieb­ha­ber ent­wi­ckelt. Street Art, Licht­in­stal­la­tio­nen und klei­ne Märk­te ergän­zen das Programm.

Beson­ders am Abend erwacht das Vier­tel zum Leben: DJs, Kon­zer­te, Lesun­gen und Per­for­man­ces bie­ten ein abwechs­lungs­rei­ches kul­tu­rel­les Ange­bot. Cafés mit Dach­ter­ras­sen bie­ten einen der bes­ten Bli­cke auf das nächt­li­che Moskau.

Kras­ny Okt­jabr steht exem­pla­risch für den Wan­del der Haupt­stadt: krea­tiv, kos­mo­po­li­tisch, urban. Wer das jun­ge, dyna­mi­sche Gesicht der Stadt erle­ben will, ist hier genau richtig.

Patri­ar­chen­tei­che

Die Patri­ar­chen­tei­che sind ein ruhi­ger, fast ver­steck­ter Ort im Zen­trum Mos­kaus – bekannt durch Michail Bul­ga­kows Roman „Der Meis­ter und Mar­ga­ri­ta“. Die klei­ne Park­an­la­ge um den recht­ecki­gen Teich ist bei Ein­hei­mi­schen sehr beliebt und wirkt wie eine grü­ne Oase inmit­ten der Großstadt.

Hier fin­den sich Bän­ke unter alten Bäu­men, gepfleg­te Wege, ein klei­ner Spiel­platz und Enten im Was­ser. Der Ort eig­net sich her­vor­ra­gend für eine ent­spann­te Pau­se, zum Lesen oder Beob­ach­ten des städ­ti­schen All­tags. Im Win­ter ver­wan­delt sich der Teich in eine klei­ne Eislauffläche.

In der Umge­bung lie­gen ele­gan­te Wohn­häu­ser, stil­vol­le Cafés und Restau­rants. Das Vier­tel gilt als eine der begehr­tes­ten Wohn­ge­gen­den der Stadt. Auch das Bul­ga­kow-Muse­um ist fuß­läu­fig erreich­bar und ver­tieft die lite­ra­ri­sche Bedeu­tung des Ortes.

Die Patri­ar­chen­tei­che sind kein tou­ris­ti­scher Hot­spot im klas­si­schen Sinn, aber ein Platz, der Mos­kaus ruhi­ge­re, reflek­tie­ren­de Sei­te zeigt – abseits von Prunk und Pomp.

Mos­kau­er Zoo

Der Mos­kau­er Zoo, gegrün­det im Jahr 1864, ist einer der ältes­ten Zoos Euro­pas und ein belieb­tes Aus­flugs­ziel für Fami­li­en, Tier­lieb­ha­ber und Schul­klas­sen. Mit über 8.000 Tie­ren aus mehr als 700 Arten bie­tet er nicht nur Unter­hal­tung, son­dern auch umfas­sen­de Bil­dungs- und Artenschutzprogramme.

Das Gelän­de ist in einen alten und neu­en Teil unter­teilt, ver­bun­den durch eine Brü­cke über eine beleb­te Stra­ße. Besu­cher fin­den art­ge­rech­te Gehe­ge, moder­ne Aqua­ri­en, ein tro­pi­sches Haus, eine Eulen­vo­lie­re und einen Kin­der­bau­ern­hof. The­ma­ti­sche Zonen wie Afri­ka, Ark­tis oder Sibi­ri­en machen die Tier­welt aus ver­schie­de­nen Kli­ma­zo­nen erlebbar.

Beson­de­ren Wert legt der Zoo auf päd­ago­gi­sche Ange­bo­te: inter­ak­ti­ve Info­ta­feln, Füh­run­gen, Work­shops und ein Umwelt­bil­dungs­zen­trum ver­mit­teln Wis­sen auf anschau­li­che Wei­se. Auch sel­te­ne und bedroh­te Arten wie der Amur-Tiger oder das Schnee­leo­pard­pär­chen sind hier zuhause.

Der Zoo ist eine grü­ne Oase mit­ten in der Stadt und bie­tet Erho­lung, Erleb­nis und Erkennt­nis zugleich – ein idea­les Ziel für eine Pau­se vom städ­ti­schen Trubel.

Bota­ni­scher Gar­ten der Mos­kau­er Universität

Der Bota­ni­sche Gar­ten der Lomo­nossow-Uni­ver­si­tät – auch Apo­the­ker-Gar­ten genannt – zählt zu den ältes­ten sei­ner Art in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Gegrün­det im Jahr 1706, dient er seit jeher der wis­sen­schaft­li­chen For­schung und öffent­li­chen Bildung.

Auf einer Flä­che von meh­re­ren Hekt­ar bie­tet der Gar­ten eine erstaun­li­che Viel­falt an Pflan­zen­ar­ten aus aller Welt. Tro­pen­häu­ser, Stein­gär­ten, his­to­ri­sche Gewächs­häu­ser und the­ma­ti­sche Zonen laden zum Ent­de­cken ein. Beson­ders ein­drucks­voll ist die Samm­lung von Orchi­deen und Kakteen.

Der Gar­ten ist ganz­jäh­rig geöff­net und bie­tet zu jeder Jah­res­zeit beson­de­re Rei­ze: Blü­ten­pracht im Früh­ling, grü­ne Schat­ten im Som­mer, bun­te Laub­wäl­der im Herbst und kunst­voll arran­gier­te Win­ter­gär­ten. Ver­an­stal­tun­gen wie Pflan­zen­märk­te, Kon­zer­te oder Gar­ten­füh­run­gen machen den Besuch zusätz­lich attraktiv.

Ein Ort der Ruhe, des Ler­nens und der Schön­heit – mit­ten im urba­nen Gefü­ge Mos­kaus. Der Bota­ni­sche Gar­ten ist ide­al für alle, die Natur in ihrer kul­ti­vier­ten Form genie­ßen und gleich­zei­tig mehr über öko­lo­gi­sche Zusam­men­hän­ge erfah­ren möchten.

Pusch­kin-Muse­um der Schö­nen Künste

Das Staat­li­che Pusch­kin-Muse­um der Schö­nen Küns­te zählt zu den bedeu­tends­ten Kunst­mu­se­en der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Es beher­bergt eine umfang­rei­che Samm­lung euro­päi­scher Kunst vom Alter­tum bis zur Moder­ne. Beson­ders her­vor­zu­he­ben sind Wer­ke von Rem­brandt, Rubens, Bot­ti­cel­li, Cézan­ne, Monet und Picasso.

Der impo­san­te neo­klas­si­zis­ti­sche Bau mit sei­nen korin­thi­schen Säu­len liegt nahe der Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le und ist bereits archi­tek­to­nisch ein Kunst­werk für sich. Die Samm­lung umfasst Gemäl­de, Skulp­tu­ren, Gra­fi­ken, Mün­zen und eine umfang­rei­che Anti­ken­samm­lung. Die Gale­rie der Alten Meis­ter und die impres­sio­nis­ti­sche Abtei­lung gel­ten als Herzstücke.

Neben der Dau­er­aus­stel­lung bie­tet das Muse­um regel­mä­ßig Son­der­aus­stel­lun­gen in Koope­ra­ti­on mit inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen. Audio­gui­des, Füh­run­gen und päd­ago­gi­sche Pro­gram­me run­den das Ange­bot ab.

Das Muse­um ist ein kul­tu­rel­les Schwer­ge­wicht Mos­kaus und ein Muss für jeden Kunst­lieb­ha­ber. Es bie­tet die Mög­lich­keit, west- und mit­tel­eu­ro­päi­sche Kunst in einem russ­län­di­schen Kon­text zu entdecken.

Metro­sta­ti­on Komsomolskaja

Die Metro­sta­ti­on Kom­so­mol­ska­ja auf der Kol­ze­wa­ja-Linie ist ein Para­de­bei­spiel für die opu­len­te Gestal­tung der Mos­kau­er Metro. Sie wur­de 1952 eröff­net und ist einem impe­ria­len Palast nach­emp­fun­den: hohe Gewöl­be, Lüs­ter, gol­de­ne Mosai­ke und mar­mor­ne Säu­len prä­gen das Erscheinungsbild.

Die Sta­ti­on wur­de als sym­bo­li­scher „Ein­gang zur Haupt­stadt“ kon­zi­piert, da sie unter einem der zen­tra­len Bahn­hö­fe liegt. The­ma­tisch wid­met sie sich der russ­län­di­schen Mili­tär­ge­schich­te, dar­ge­stellt in monu­men­ta­len Mosai­ken, die Sze­nen aus Schlach­ten und Sie­gen zeigen.

Kom­so­mol­ska­ja gehört zu den meist­fo­to­gra­fier­ten Sta­tio­nen Mos­kaus und ist ein Muss für Archi­tek­tur- und Design­be­geis­ter­te. Trotz ihrer Funk­tio­na­li­tät wirkt sie eher wie ein unter­ir­di­scher Ball­saal denn ein Verkehrsknotenpunkt.

Die Sta­ti­on zeigt ein­drucks­voll, wie Infra­struk­tur zur Zeit der Sowjet­un­on als Aus­druck natio­na­ler Grö­ße insze­niert wur­de – pracht­voll, monu­men­tal und repräsentativ.

Dani­low-Klos­ter

Das Dani­low-Klos­ter ist das ältes­te erhal­te­ne Klos­ter Mos­kaus und gilt als ein spi­ri­tu­el­les Zen­trum der Russ­län­disch-Ortho­do­xen Kir­che. Gegrün­det im 13. Jahr­hun­dert, wur­de es mehr­fach zer­stört, wie­der­auf­ge­baut und im 20. Jahr­hun­dert zum offi­zi­el­len Sitz des Mos­kau­er Patri­ar­chats erhoben.

Das Klos­ter­ge­län­de ist von einer Fes­tungs­mau­er umge­ben und umfasst meh­re­re Kir­chen, Glo­cken­tür­me und Klos­ter­ge­bäu­de. Die Atmo­sphä­re ist ruhig, fast dörf­lich – ein star­ker Kon­trast zum städ­ti­schen Trei­ben außer­halb der Mauern.

Beson­ders bekannt ist das Dani­low-Klos­ter für sei­ne Glo­cken, die nach jahr­zehn­te­lan­gem Exil in den USA nach Mos­kau zurück­ge­kehrt sind. Besu­cher kön­nen an Got­tes­diens­ten teil­neh­men oder durch die gepfleg­ten Gär­ten und Innen­hö­fe schlendern.

Das Klos­ter bie­tet Ein­bli­cke in die reli­giö­se Iden­ti­tät und Kon­ti­nui­tät der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Es ist ein Ort der Ein­kehr, Tra­di­ti­on und geis­ti­gen Kontinuität.

Fluss­in­sel Baltschug

Die Insel Balt­schug, auch Sadow­nit­sche­ska­ja genannt, liegt im Fluss­lauf der Moskwa, süd­lich des Kremls. Ihre Lage erlaubt einen der bes­ten Bli­cke auf den Kreml, den Roten Platz und die Basi­li­us-Kathe­dra­le. Die Insel ist weni­ger tou­ris­tisch geprägt und bie­tet einen ruhi­ge­ren Zugang zur Stadt.

Ent­lang der Ufer­pro­me­na­de fin­den sich char­man­te Restau­rants, Kunst­ga­le­rien und klei­ne­re Hotels. Archi­tek­to­nisch ist Balt­schug geprägt von his­to­ri­schen Kauf­manns­häu­sern, Indus­trie­ar­chi­tek­tur und moder­nen Glas­bau­ten. Beson­ders bei Son­nen­un­ter­gang lohnt sich ein Spa­zier­gang ent­lang des Flusses.

Ein High­light ist das Hotel „Balt­schug Kem­pinski“, von des­sen Dach­ter­ras­se sich ein ein­zig­ar­ti­ger Pan­ora­ma­blick über die Alt­stadt Mos­kaus bie­tet. Auch kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen fin­den hier regel­mä­ßig statt – von Kunst­aus­stel­lun­gen bis zu Jazzabenden.

Balt­schug ist ein Geheim­tipp für alle, die Mos­kau abseits der Haupt­ach­sen erle­ben möch­ten: urban, stil­voll, entspannt.

Jeli­sa­we­ta-Kir­che in Sokolniki

Im Stadt­teil Sokol­ni­ki, einem ruhi­gen Wohn­ge­biet nord­öst­lich des Zen­trums, liegt die präch­ti­ge Jeli­sa­we­ta-Kir­che. Die ortho­do­xe Kir­che wur­de zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts im Stil des neo­russ­län­di­schen His­to­ris­mus errich­tet und besticht durch ihre leuch­tend blau­en Kup­peln und reich ver­zier­te Fassade.

Trotz ihrer impo­san­ten Erschei­nung ist sie wenig tou­ris­tisch fre­quen­tiert und gilt als ein Ort authen­ti­schen reli­giö­sen Lebens. Im Inne­ren erwar­ten Besu­cher kunst­vol­le Iko­nen, fres­ken­ge­schmück­te Wän­de und eine war­me, spi­ri­tu­el­le Atmo­sphä­re. Die Kir­che wur­de in der Sowjet­zeit geschlos­sen, aber nach der Wen­de restau­riert und wie­der dem Gemein­de­le­ben übergeben.

Die Jeli­sa­we­ta-Kir­che ist ein Bei­spiel für die Wie­der­be­le­bung reli­giö­ser Archi­tek­tur in der moder­nen Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Sie zeigt, wie sakra­le Räu­me in städ­ti­sche Nach­bar­schaf­ten ein­ge­bet­tet sind und eine Ver­bin­dung zwi­schen Geschich­te und Gegen­wart herstellen.

Jüdi­sches Muse­um und Zen­trum für Toleranz

Das Jüdi­sche Muse­um in Mos­kau ist eines der moderns­ten Muse­en der Stadt – nicht nur inhalt­lich, son­dern auch archi­tek­to­nisch und tech­no­lo­gisch. Es beleuch­tet die Geschich­te und Kul­tur des Juden­tums in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on, mit einem Schwer­punkt auf das 20. Jahrhundert.

Mul­ti­me­dia­le Instal­la­tio­nen, inter­ak­ti­ve Kar­ten, Ori­gi­nal­do­ku­men­te und Zeit­zeu­gen­be­rich­te machen den Muse­ums­be­such zu einem ein­drucks­vol­len Erleb­nis. Die Aus­stel­lung the­ma­ti­siert sowohl jüdi­sche Lebens­wel­ten als auch Ver­fol­gung, Migra­ti­on und kul­tu­rel­le Beiträge.

Das ange­schlos­se­ne Zen­trum für Tole­ranz för­dert den inter­kul­tu­rel­len Dia­log durch Vor­trä­ge, Work­shops und Aus­stel­lun­gen. Das Muse­um befin­det sich in einem restau­rier­ten Kon­struk­ti­vis­mus-Bau und ist archi­tek­to­nisch ein Highlight.

Ein Besuch bie­tet nicht nur his­to­ri­sche Ein­sich­ten, son­dern auch aktu­el­le Bezü­ge zur Viel­falt in der moder­nen Gesellschaft.

Expe­ri­men­ta­ni­um – Wissenschaftsmuseum

Das Expe­ri­men­ta­ni­um ist ein inter­ak­ti­ves Wis­sen­schafts­mu­se­um für Kin­der und Erwach­se­ne. In einem ehe­ma­li­gen Fabrik­ge­bäu­de gele­gen, bie­tet es Hun­der­te Expo­na­te zum Anfas­sen, Aus­pro­bie­ren und Stau­nen – von Mecha­nik über Optik bis zur Elektrizität.

Hier darf alles berührt wer­den: Hebel­me­cha­nis­men, Magnet­bah­nen, Was­ser­spie­le oder akus­ti­sche Laby­rin­the machen Natur­wis­sen­schaf­ten erleb­bar. Das Muse­um legt beson­de­ren Wert auf Päd­ago­gik: Erklä­run­gen sind ver­ständ­lich auf­be­rei­tet, Füh­run­gen und Work­shops ergän­zen das Angebot.

Es eig­net sich her­vor­ra­gend für Fami­li­en und Schul­klas­sen, aber auch neu­gie­ri­ge Erwach­se­ne kom­men auf ihre Kos­ten. Das Expe­ri­men­ta­ni­um ver­bin­det Unter­hal­tung mit Bil­dung und macht Wis­sen­schaft spie­le­risch zugänglich.

Ein High­light sind die regel­mä­ßig wech­seln­den Son­der­aus­stel­lun­gen, bei­spiels­wei­se zu Robo­tik, Astro­no­mie oder Che­mie. Ein Besuch lohnt sich bei jedem Wet­ter und bie­tet eine span­nen­de Abwechs­lung zum klas­si­schen Sightseeing.

Gara­ge Muse­um für Zeit­ge­nös­si­sche Kunst

Das Gara­ge Muse­um für Zeit­ge­nös­si­sche Kunst ist eine der füh­ren­den Insti­tu­tio­nen für moder­ne Kunst in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Es befin­det sich im Gor­ki-Park und wur­de von der Stif­tung der Samm­le­rin Dar­ja Schu­ko­wa und Roman Abra­mo­witsch gegrün­det. Das Gebäu­de, ein umge­bau­tes sowje­ti­sches Restau­rant, wur­de vom Archi­tek­ten Rem Kool­haas neugestaltet.

Das Muse­um prä­sen­tiert inter­na­tio­na­le und russ­län­di­sche Gegen­warts­kunst – von Foto­gra­fie über Instal­la­ti­on bis zu Per­for­mance. Es ver­steht sich als Platt­form für künst­le­ri­schen Dis­kurs, For­schung und Ver­mitt­lung. Neben Aus­stel­lun­gen gibt es Film­vor­füh­run­gen, Lesun­gen, Kin­der­pro­gram­me und Archive.

Gara­ge ist pro­gres­siv, offen und expe­ri­men­tell – ein Ort, an dem Kunst nicht nur betrach­tet, son­dern erlebt wird. Es ist Treff­punkt für die krea­ti­ve Sze­ne und bie­tet einen span­nen­den Kon­trast zu Mos­kaus klas­si­scher Museumskultur.

Mos­kau­er Planetarium

Das Mos­kau­er Pla­ne­ta­ri­um gehört zu den ältes­ten und größ­ten sei­ner Art in Euro­pa. Nach einer auf­wen­di­gen Restau­rie­rung prä­sen­tiert es sich heu­te als moder­nes Wis­sen­schafts­zen­trum für Astro­no­mie­be­geis­ter­te aller Alters­grup­pen. Besu­cher kön­nen sich auf beein­dru­cken­de Shows im Ster­nen­saal freu­en, der mit moderns­ter Pro­jek­ti­ons­tech­nik aus­ge­stat­tet ist.

Das Pla­ne­ta­ri­um bie­tet inter­ak­ti­ve Aus­stel­lun­gen zur Raum­fahrt, Pla­ne­ten­be­ob­ach­tung und Kos­mo­lo­gie. Kin­der wer­den durch Erleb­nis­räu­me wie die „Lunar Base“ oder das „Kin­der­ob­ser­va­to­ri­um“ gezielt ange­spro­chen. Die rie­si­ge Kup­pel, die über 300 Besu­chern Platz bie­tet, erlaubt rea­lis­ti­sche Simu­la­tio­nen von Ster­nen­be­we­gun­gen und kos­mi­schen Phänomenen.

Auch eine Dach­ter­ras­se mit Tele­sko­pen steht zur Ver­fü­gung – ein High­light bei kla­rem Him­mel. Das Pla­ne­ta­ri­um ist somit ein idea­ler Ort für Fami­li­en und Wis­sens­durs­ti­ge, die die unend­li­chen Wei­ten des Welt­alls näher ken­nen­ler­nen möchten.

Muse­um für Zeitgeschichte

Das Staat­li­che Muse­um für Zeit­ge­schich­te ist eines der wich­tigs­ten his­to­ri­schen Muse­en Mos­kaus. Es doku­men­tiert die gesell­schaft­li­chen, poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Ent­wick­lun­gen der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on und ihrer Vor­gän­ger­staa­ten vom 19. Jahr­hun­dert bis zur Gegenwart.

Die Aus­stel­lung umfasst Ori­gi­nal­do­ku­men­te, Film- und Ton­auf­nah­men, Foto­gra­fien und per­sön­li­che Gegen­stän­de berühm­ter Per­sön­lich­kei­ten. The­ma­tisch wird ein Bogen gespannt von der Zaren­zeit über Revo­lu­ti­on und Sowjet­ära bis zur moder­nen post­so­wje­ti­schen Gesellschaft.

Das Muse­um ist mul­ti­me­di­al auf­be­rei­tet und beson­ders für his­to­risch Inter­es­sier­te ein loh­nens­wer­tes Ziel. Regel­mä­ßi­ge Son­der­aus­stel­lun­gen wid­men sich spe­zi­fi­schen The­men wie Mode­ge­schich­te, Medi­en oder Jugendkultur.

Ein Ort zum Nach­den­ken und Reflek­tie­ren über die beweg­te Geschich­te des Landes.

Mos­kau­er Haus der Fotografie

Das Mul­ti­me­dia Art Muse­um in Mos­kau ist eine füh­ren­de Insti­tu­ti­on für zeit­ge­nös­si­sche Foto­gra­fie und neue Medi­en. Auf sie­ben Eta­gen wer­den Wer­ke russ­län­di­scher und inter­na­tio­na­ler Künst­ler aus­ge­stellt – von his­to­ri­schen Foto­gra­fien über digi­ta­le Kunst bis hin zu Virtual-Reality-Installationen.

Die Archi­tek­tur des Gebäu­des ist modern und funk­tio­nal. Kla­re Lini­en, offe­ne Räu­me und ein licht­durch­flu­te­tes Atri­um machen den Muse­ums­be­such zu einem ästhe­ti­schen Erleb­nis. Das Haus bie­tet zudem Vor­trä­ge, Film­rei­hen und Workshops.

Foto­gra­fie wird hier nicht nur als Abbild, son­dern als künst­le­ri­sches Medi­um ver­stan­den, das gesell­schaft­li­che Fra­gen reflek­tiert. Beson­ders sehens­wert sind Retro­spek­ti­ven gro­ßer Foto­gra­fen sowie Nachwuchsförderprojekte.

Ein Muss für Kunst­freun­de und alle, die moder­ne Aus­drucks­for­men ent­de­cken möchten.

Sre­ten­ski-Klos­ter

Das Sre­ten­ski-Klos­ter liegt im Zen­trum Mos­kaus, unweit des Bou­le­vard­rings, und wur­de bereits im 14. Jahr­hun­dert gegrün­det. Es war einst Teil eines grö­ße­ren Ver­tei­di­gungs­sys­tems der Stadt und spielt bis heu­te eine bedeu­ten­de Rol­le im kirch­li­chen Leben.

Beson­ders beein­dru­ckend ist die 2017 neu errich­te­te Sre­ten­ski-Kathe­dra­le mit ihrer mar­kan­ten gol­de­nen Kup­pel. Im Inne­ren fin­den sich groß­flä­chi­ge Wand­ma­le­rei­en, kunst­vol­le Iko­nen und eine mäch­ti­ge Chor­tri­bü­ne. Das Klos­ter beher­bergt außer­dem ein renom­mier­tes Priesterseminar.

Ruhig gele­gen und sorg­fäl­tig gepflegt, bie­tet der Klos­ter­kom­plex Raum zur Andacht und einen span­nen­den Ein­blick in die reli­giö­se Wie­der­be­le­bung nach der Sowjetzeit.

Win­za­vod – Zen­trum für zeit­ge­nös­si­sche Kunst

Win­za­vod ist ein unab­hän­gi­ges Kunst­zen­trum in einem ehe­ma­li­gen Wein­kom­bi­nat nahe dem Kurs­ker Bahn­hof. Es ver­eint Gale­rien, Ate­liers, Con­cept Stores und Cafés unter einem Dach – ein krea­ti­ves Bio­top für moder­ne Kunst und Design.

Die Indus­trie­ar­chi­tek­tur wur­de behut­sam reno­viert und bie­tet heu­te Raum für Expe­ri­men­te, Per­for­mance­kunst, Moden­schau­en und Aus­stel­lun­gen. Win­za­vod ver­steht sich als Platt­form für Nach­wuchs­künst­ler und als Brü­cke zwi­schen Sub­kul­tur und Hochkultur.

Hier kann man Kunst nicht nur betrach­ten, son­dern auch erle­ben. Work­shops, Künst­ler­ge­sprä­che und Fes­ti­vals machen das Zen­trum zu einem leben­di­gen Ort kul­tu­rel­ler Produktion.

Für alle, die das krea­ti­ve Mos­kau ken­nen­ler­nen möch­ten, ist Win­za­vod ein Pflichtbesuch.

Mos­film-Stu­dio

Mos­film ist das ältes­te und größ­te Film­stu­dio der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on. Es wur­de 1924 gegrün­det und hat Klas­si­ker wie „Krieg und Frie­den“ oder „Iwan der Schreck­li­che“ her­vor­ge­bracht. Heu­te pro­du­ziert das Stu­dio wei­ter­hin Fil­me, Seri­en und Werbespots.

Besu­cher kön­nen an Füh­run­gen teil­neh­men, Film­sets besich­ti­gen und ori­gi­na­le Requi­si­ten und Kos­tü­me bestau­nen. Das haus­ei­ge­ne Film­mu­se­um zeigt Kame­ras, Fahr­zeu­ge und Kulis­sen aus fast 100 Jah­ren Filmgeschichte.

Mos­film ist mehr als ein Stu­dio – es ist ein Ort der Erin­ne­rung, Krea­ti­vi­tät und kul­tu­rel­len Iden­ti­tät. Beson­ders Film­freun­de soll­ten sich einen Besuch nicht ent­ge­hen lassen.

Mos­kau­er Zir­kus auf dem Zwetnoi-Boulevard

Der Mos­kau­er Zir­kus auf dem Zwet­noi-Bou­le­vard ist eine tra­di­ti­ons­rei­che Insti­tu­ti­on der russ­län­di­schen Zir­kus­kunst. Seit sei­ner Eröff­nung im Jahr 1880 begeis­tert er Besu­cher mit spek­ta­ku­lä­ren Dar­bie­tun­gen, artis­ti­schen Höchst­leis­tun­gen und einer ein­zig­ar­ti­gen Atmosphäre.

Das his­to­ri­sche Gebäu­de ver­eint klas­si­schen Glanz mit moder­ner Tech­nik. Die Shows beinhal­ten ein brei­tes Reper­toire – von Akro­ba­tik über Tier­dres­su­ren (heu­te meist sym­bo­lisch oder digi­ta­li­siert dar­ge­stellt) bis hin zu Clowns, Tanz- und Licht­ef­fek­ten. Der Zir­kus legt gro­ßen Wert auf krea­ti­ve Regie und inno­va­ti­ve Choreographien.

Ein Besuch eig­net sich ide­al für Fami­li­en, doch auch Erwach­se­ne fin­den hier anspruchs­vol­le Unter­hal­tung. Der Zir­kus steht sinn­bild­lich für die russ­län­di­sche Kul­tur der Insze­nie­rung und Performance.

Tschis­tye Pru­dy (Sau­be­re Teiche)

Tschis­tye Pru­dy ist ein roman­tisch gele­ge­nes Stadt­vier­tel mit klei­nen Cafés, Alt­bau­ten und dem gleich­na­mi­gen Teich, der im Som­mer zum Spa­zie­ren und im Win­ter zum Schlitt­schuh­lau­fen ein­lädt. Die Pro­me­na­de wird von Lin­den und Later­nen gesäumt und zieht ein gemisch­tes Publi­kum an.

Das Vier­tel besitzt eine krea­ti­ve Atmo­sphä­re, mit Gale­rien, Thea­tern und alter­na­ti­ven Ver­an­stal­tungs­or­ten. Auch die Archi­tek­tur ist viel­fäl­tig – von Jugend­stil­fas­sa­den bis zu sowje­ti­schen Wohnhäusern.

Ein idea­ler Ort, um das urba­ne Lebens­ge­fühl Mos­kaus ken­nen­zu­ler­nen, abseits der Touristenströme.

Bul­ga­kow-Muse­um

Das Muse­um Michail Bul­ga­kow ist einem der bedeu­tends­ten Autoren der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on gewid­met. Es befin­det sich in jener Woh­nung, in der der Schrift­stel­ler einen Teil sei­nes Romans „Der Meis­ter und Mar­ga­ri­ta“ verfasste.

Die Räu­me wur­den ori­gi­nal­ge­treu rekon­stru­iert und mit per­sön­li­chen Gegen­stän­den, Manu­skrip­ten und Foto­gra­fien aus­ge­stat­tet. Besu­cher erhal­ten einen Ein­blick in das Leben und Werk Bul­ga­kows sowie in die Mos­kau­er Lite­ra­tur­sze­ne der 1920er- und 1930er-Jahre.

Füh­run­gen, Lesun­gen und Thea­ter­in­sze­nie­run­gen ergän­zen das musea­le Ange­bot. Ein Muss für Literaturinteressierte.

Wenn Sie Mos­kau besu­chen und mehr über die Stadt und ihre Sehens­wür­dig­kei­ten erfah­ren möch­ten, so ste­hend wir Ihnen ger­ne bera­tend zur Sei­te. Wir unter­stüt­zen Sie bei der Aus­wahl pas­sen­der Unter­künf­te in Mos­kau und orga­ni­sie­ren bei Bedarf Ein­tritts­kar­ten für die Sehens­wür­dig­kei­ten in Mos­kau und Umge­bung, sodass Sie lan­ge War­te­schlan­gen an den Kas­sen vor Ort ver­mei­den kön­nen. Auch bei der Buchung von Tickets für Ihre Anrei­se nach Mos­kau und Ihre Abrei­se aus Mos­kau sind wir Ihnen ger­ne behilf­lich. Auf Wunsch stel­len wir Ihnen indi­vi­du­el­le Rei­se­pa­ke­te für Mos­kau zusam­men, die auf Ihre Inter­es­sen und Ihren Zeit­plan abge­stimmt sind. Spre­chen Sie uns bit­te an — wir freu­en uns auf Ihre Anfrage.

Kurz­in­for­ma­ti­on Moskau

Höhe:

150m

Ein­woh­ner:

11,5 Mio

Rei­se­op­tio­nen

Wenn Sie Mos­kau besu­chen möch­ten, so erar­bei­ten wir ger­ne einen ent­spre­chen­den Rei­se­plan für Sie. Oder Sie wäh­len aus der Rei­he von vor­ge­fer­tig­ten Rei­se­vor­schlä­gen einen Rei­se­plan aus, wel­cher einen Besuch Mos­kaus beinhaltet.

Der Besuch Mos­kaus kann auch mit dem Besuch von wei­te­ren sehens­wer­ten Orten in der Russ­län­di­schen Föde­ra­ti­on kom­bi­niert wer­den. Für Details sol­cher indi­vi­du­ell ange­pass­ten Tou­ren spre­chen Sie uns bit­te an.

Um Sie best­mög­lich bei der Pla­nung und Durch­füh­rung Ihrer Rei­se unter­stüt­zen zu kön­nen, benö­ti­gen wir eini­ge Anga­ben zu der Art und den Zie­len Ihrer Rei­se sowie den vor­aus­sicht­li­chen Rei­se­da­ten und Ihren wei­te­ren Rei­se­prä­fe­ren­zen. Bit­te benut­zen Sie zur Beant­wor­tung die­ser Fra­gen unse­ren Rei­se­pla­ner.

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