
Moskau
Moskau, die größte Stadt Europas und der Russländischen Föderation, liegt am Ufer des Flusses Moskwa und ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Seit der ersten Erwähnung des Ortes im Jahr 1147 hat sich Moskau von einer mittelalterlichen Festung zur modernen Weltstadt mit über zwölf Millionen Einwohnern entwickelt – ein Ort, an dem Geschichte und Zukunft eng miteinander verwoben sind.
Die Stadt beeindruckt mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Moderne: Vom goldenen Glanz der orthodoxen Kirchen über die monumentale Architektur der Sowjetzeit bis hin zu futuristischen Geschäftsvierteln wie Moskau City. Weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie der Rote Platz, der Kreml und die farbenprächtige Basilius-Kathedrale ziehen Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Gleichzeitig laden elegante Boulevards, innovative Museen und lebendige Viertel wie der Arbat oder die Patriarchenteiche dazu ein, das vielfältige Alltagsleben der Moskauer zu entdecken. Moskau ist ein faszinierender Ort voller Kontraste – eine Stadt, die Vergangenheit und Gegenwart auf beeindruckende Weise vereint.
Geschichte Moskaus
Die Anfänge Moskaus reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Erstmals erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1147 als Treffpunkt des Fürsten Juri Dolgoruki. Bereits im 13. Jahrhundert entwickelte sich Moskau unter der Herrschaft der Fürsten von Wladimir zu einem bedeutenden Zentrum der nordöstlichen Rus. Im 14. Jahrhundert wurde es zur Hauptstadt des Großfürstentums Moskau und legte den Grundstein für das spätere Russische Reich.
Nach der Befreiung von der mongolisch-tatarischen Herrschaft stieg Moskau im 15. und 16. Jahrhundert unter Iwan III. und Iwan dem Schrecklichen zur dominierenden Macht in Russland auf. Die Errichtung des steinernen Kremls, der bis heute das Herz der Stadt bildet, sowie der Bau monumentaler Kirchen und Kathedralen spiegelten den Machtanspruch Moskaus wider.
Im Jahr 1712 verlegte Peter der Große die Hauptstadt nach Sankt Petersburg, doch Moskau blieb religiöses und kulturelles Zentrum. Während der Napoleonischen Invasion 1812 wurde ein Großteil der Stadt zerstört, jedoch in den folgenden Jahrzehnten mit großem Aufwand wiederaufgebaut. Mit der Oktoberrevolution 1917 und dem Sieg der Bolschewiki erhielt Moskau 1918 wieder den Status der Hauptstadt.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde Moskau zum Zentrum der Sowjetunion und Symbol kommunistischer Macht. Der monumentale Baustil der Stalin-Zeit prägt bis heute viele Gebäude und Plätze der Stadt. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Moskau rasant, entwickelte ein ausgedehntes Metrosystem und wurde zur größten Stadt Europas.
Nach der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 blieb Moskau Hauptstadt der Russländischen Föderation. Seitdem hat sich die Stadt umfassend modernisiert – mit sanierten historischen Bauten, neuen Wirtschaftszentren und einem florierenden Kulturleben. Heute steht Moskau für die dynamische Verbindung von Geschichte, Macht und Moderne.
Sehenswürdigkeiten in Moskau (Auswahl)
Moskauer Kreml
Der Moskauer Kreml ist das politische, kulturelle und historische Zentrum der Stadt sowie der gesamten Russländischen Föderation. Seine massiven roten Mauern und zwanzig Türme erheben sich majestätisch im Herzen der Hauptstadt. Innerhalb des Festungskomplexes befinden sich einige der bedeutendsten Bauwerke des Landes: die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die Erzengel-Michael-Kathedrale und die Verkündigungs-Kathedrale zeugen von der religiösen Bedeutung des Areals, während der Iwan-der-Große-Glockenturm die Silhouette des Komplexes prägt. In der Rüstkammer können Besucher prächtige Rüstungen, Zarengewänder und mit Edelsteinen besetzte Insignien bestaunen. Die Diamantenfundus-Ausstellung bietet zudem einen einmaligen Einblick in die Schatzkammer der Zaren.
Darüber hinaus beherbergt der Kreml den Amtssitz des Präsidenten der Russländischen Föderation, was ihn auch zum politischen Herz des Landes macht. Die Verbindung aus historischer Architektur, religiöser Bedeutung und aktueller Staatsfunktion macht den Kreml zu einem einzigartigen Ort, der die Geschichte und Gegenwart der russländischen Nation symbolisiert. Ein Spaziergang durch den Kreml gleicht einer Zeitreise durch Jahrhunderte russländischer Geschichte und ist für jeden Moskaureisenden ein absolutes Muss.
Roter Platz
Der Rote Platz bildet das Zentrum Moskaus und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Russländischen Föderation. Gelegen zwischen dem Kreml und dem historischen Kaufhaus GUM, fungierte der Platz jahrhundertelang als Austragungsort für Paraden, Zeremonien und politische Kundgebungen. Trotz seines Namens hat er nichts mit der kommunistischen Geschichte zu tun: “rot” bedeutete im Altaltrussländischen schlicht “schön”. Heute ist der Platz eine offene, monumentale Fläche mit Kopfsteinpflaster, die zu jeder Tageszeit zahlreiche Besucher anzieht.
Die Umrahmung durch architektonische Ikonen macht den Roten Platz zu einem Schauplatz historischer Dimensionen. Hier stehen unter anderem die prächtige Basilius-Kathedrale mit ihren bunten Kuppeln, das Staatliche Historische Museum mit seiner roten Backsteinfassade sowie das Lenin-Mausoleum, in dem der einbalsamierte Leichnam des Revolutionsführers ruht. Die Atmosphäre des Platzes ist gleichermaßen festlich wie ehrfurchtgebietend. Im Winter findet hier ein Weihnachtsmarkt mit Eislaufbahn statt, im Sommer locken Open-Air-Konzerte.
Wer den Roten Platz betritt, spürt unweigerlich die Schwere der Geschichte und die Bedeutung dieses Ortes für die Identität der russländischen Nation. Gleichzeitig bietet er einen idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Entdeckungen im Zentrum Moskaus. Kein Besuch der Stadt ist vollständig ohne einen ausgedehnten Spaziergang über diesen imposanten Platz.
Basilius-Kathedrale
Die Basilius-Kathedrale am südlichen Ende des Roten Platzes ist eines der auffälligsten und meistfotografierten Bauwerke Moskaus. Ihre neun farbenfrohen Kuppeln, die wie Zuckerhüte anmuten, machen sie zu einem architektonischen Wahrzeichen. Die Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert unter Iwan dem Schrecklichen errichtet, um den Sieg über das Khanat Kasan zu feiern. Ursprünglich hieß sie “Kathedrale der Förderung der Gottesmutter auf dem Graben”, benannt nach der heiligen Ikone. Später erhielt sie ihren heute gängigen Namen zu Ehren des Einsiedlers Basilius, der in Moskau verehrt wird.
Im Inneren entfaltet sich ein Labyrinth aus Kapellen, Gängen und kleinen Altarräumen, alle geschmückt mit Fresken, Ikonen und kunstvollen Verzierungen. Die Raumatmosphäre ist intim und beinahe geheimnisvoll, ein starker Kontrast zur imposanten Wirkung der Außenfassade. Besucher können sich audiogeführt durch die verwinkelte Anlage bewegen und erhalten so einen tiefen Einblick in die religiöse Architektur vergangener Jahrhunderte.
Die Basilius-Kathedrale ist heute ein Museum, wird jedoch gelegentlich noch für orthodoxe Gottesdienste genutzt. Sie steht nicht nur für die religiöse Vergangenheit Moskaus, sondern auch für die kreative Vielfalt der russländischen Baukunst. Als kunsthistorisches Denkmal, architektonisches Juwel und Symbol für Moskaus unverwechselbares Stadtbild ist sie ein absolutes Highlight für jeden Besucher.
Lenin-Mausoleum
Das Lenin-Mausoleum befindet sich an der Westseite des Roten Platzes, unmittelbar vor der Kremlmauer. In dem streng geometrisch gestalteten Bauwerk ruht der einbalsamierte Körper von Wladimir Iljitsch Lenin, dem Führer der Oktoberrevolution und Gründer der Sowjetunion. Seit 1924 können Besucher ihn dort in einem gläsernen Sarkophag sehen. Die Architektur des Mausoleums folgt dem Stil des sowjetischen Konstruktivismus und besteht aus rotem Granit und schwarzem Labradorit, was dem Ort eine kühle Monumentalität verleiht.
Der Besuch des Mausoleums ist kostenlos, erfordert jedoch Geduld: zeitintensive Sicherheitskontrollen und Warteschlangenlange sind die Regel. Fotografieren und lautes Sprechen sind im Inneren streng verboten, was die andächtige Stimmung noch verstärkt. Die Begegnung mit dem mumifizierten Revolutionsführer ist für viele Besucher ein bewegender Moment und bietet die Möglichkeit, sich mit der ideologischen und historischen Bedeutung Lenins auseinanderzusetzen.
Trotz kontroverser Diskussionen über eine mögliche Umbettung Lenins ist das Mausoleum bis heute ein bedeutender Ort nationaler Erinnerungskultur. Es verkörpert ein Kapitel der russländischen Geschichte, das tief in das kollektive Bewusstsein der Nation eingebrannt ist. Ein Besuch des Mausoleums bietet eine intensive Begegnung mit der sowjetischen Vergangenheit und bleibt ein fester Bestandteil des touristischen Moskau-Erlebnisses.
Tretjakow-Galerie
Die Tretjakow-Galerie ist das bedeutendste Museum für russländische Kunst und ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für Kulturinteressierte in Moskau. Gegründet von dem wohlhabenden Kaufmann Pawel Tretjakow im 19. Jahrhundert, beherbergt die Galerie heute eine umfassende Sammlung russländischer Malerei vom Mittelalter bis zur Moderne. Besonders berühmt ist die Ikonensammlung mit Werken von Andrei Rubljow, darunter die legendäre Dreifaltigkeitsikone.
Der Hauptbau im historischen Stil befindet sich im Stadtteil Samoskworetschje und beeindruckt schon von außen durch seine malerische Fassade. Innen erwartet Besucher eine chronologisch angelegte Ausstellung, die die Entwicklung der russländischen Malerei eindrucksvoll nachvollziehbar macht: von der religiösen Kunst der Kiewer Rus über akademische Historienmalerei bis hin zu den expressive Realisten des 19. Jahrhunderts.
Neben den Altmeistern sind auch Werke von Ilya Repin, Iwan Aiwasowski und Wiktor Wasnezow zu sehen. Die Sammlung spiegelt nicht nur ästhetische Strömungen, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen wider. Audioguides und thematische Führungen vertiefen das Erlebnis.
Die Tretjakow-Galerie ist mehr als ein Museum – sie ist ein Schaufenster in das kulturelle Selbstverständnis der Russländischen Föderation und bietet wertvolle Einblicke in die Seele des Landes.
Bolschoi-Theater
Das Bolschoi-Theater ist eine Ikone der russländischen Ballett- und Opernkunst. Seit seiner Gründung im Jahr 1776 steht das Haus für musikalische Exzellenz und opulente Bühnenproduktionen. Der imposante Bau mit seiner klassizistischen Fassade und den charakteristischen Säulen dominiert das Teatralnaja-Platzensemble im Herzen Moskaus.
Das Innere des Theaters ist ein Kunstwerk für sich: Samtroter Plüsch, prunkvolle Kronleuchter, vergoldete Logen und eine majestätische Akustik schaffen eine unvergleichliche Atmosphäre. Besucher erleben hier große klassische Werke von Tschaikowski, Mussorgski oder Prokofjew – interpretiert von einem Ensemble, das weltweit zu den besten gezählt wird.
Eine Vorstellung im Bolschoi ist nicht nur kulturelles Highlight, sondern gesellschaftliches Ereignis. Karten sind begehrt, die Dresscodes streng – aber das Erlebnis bleibt unvergesslich. Auch Führungen hinter die Kulissen werden angeboten und geben Einblick in die Geschichte des Hauses und die aufwendige Produktion.
Ob Opernliebhaber, Tanzbegeisterte oder Architekturfreunde: Das Bolschoi-Theater ist ein Muss für jeden Moskaubesucher und vermittelt einen tiefen Eindruck von der Rolle der Kunst im kulturellen Leben der Russländischen Föderation.
Gorki-Park
Der Gorki-Park, offiziell „Gorki-Park für Kultur und Erholung“, ist eine grüne Oase mitten in der Metropole. Er erstreckt sich entlang der Moskwa und bietet Erholungssuchenden, Sportlern und Kulturfreunden eine Vielzahl an Möglichkeiten. Benannt nach dem Schriftsteller Maxim Gorki, wurde der Park in den 1920er Jahren als sozialistisches Freizeitparadies konzipiert – heute ist er ein modernes Naherholungsgebiet mit zeitgemäßer Infrastruktur.
Breite Spazierwege, gepflegte Blumenanlagen, Kunstinstallationen und zahlreiche Cafés schaffen eine angenehme Atmosphäre. Im Sommer locken Open-Air-Konzerte, Yogakurse und Bootsfahrten. Im Winter verwandelt sich der Park in eine riesige Schlittschuhbahn. Familien nutzen den Park ebenso wie Jogger, Skateboarder oder Besucher, die einfach die Aussicht auf den Fluss genießen möchten.
Kulturell bereichert wird der Park durch das angrenzende Garage Museum of Contemporary Art, temporäre Ausstellungen und einen gut sortierten Buchladen. Der Park fungiert als Treffpunkt für eine junge, kreative Szene ebenso wie für Erholungssuchende aller Altersgruppen.
Ein Besuch im Gorki-Park zeigt Moskau von seiner modernen, lebensfrohen Seite. Hier wird sichtbar, wie sich die Hauptstadt der Russländischen Föderation neu erfindet, ohne ihre Geschichte zu verleugnen. Ein idealer Ort, um durchzuatmen und das urbane Leben zu erleben.
Nowodewitschi-Kloster
Das Nowodewitschi-Kloster, ein Juwel religiöser Baukunst, liegt südwestlich des Zentrums in einer ruhigen Parkanlage und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Gegründet im 16. Jahrhundert, diente es sowohl als Frauenkloster als auch als Refugium für Adlige und Prinzessinnen, die sich – freiwillig oder gezwungenermaßen – ins klösterliche Leben zurückzogen.
Die Anlage beeindruckt durch ihre harmonische Architektur: weiße Mauern, goldene Kuppeln und reich verzierte Kirchenbauten fügen sich zu einem der stimmungsvollsten Orte Moskaus. Die Smolensker Kathedrale mit ihren Ikonen und Fresken bildet das spirituelle Zentrum der Klosteranlage.
Das Areal ist von einer hohen Festungsmauer mit zwölf Wehrtürmen umgeben, die dem Ensemble eine beinahe märchenhafte Erscheinung verleihen. Im angrenzenden Nowodewitschi-Friedhof sind zahlreiche Persönlichkeiten der russländischen Geschichte bestattet – darunter Anton Tschechow, Nikita Chruschtschow und Boris Jelzin.
Trotz seiner zentralen Lage strahlt das Kloster Ruhe und Kontemplation aus. Besucher schätzen das ausgewogene Zusammenspiel von Architektur, Geschichte und Natur. Der Spaziergang entlang der Teiche vor den Mauern bietet eine der romantischsten Kulissen Moskaus.
Ein Besuch des Nowodewitschi-Klosters vermittelt einen Eindruck von der spirituellen Tiefe und dem kulturellen Erbe der Russländischen Föderation – abseits der hektischen Hauptadern der Metropole.
Christ-Erlöser-Kathedrale
Die Christ-Erlöser-Kathedrale ist nicht nur die höchste orthodoxe Kirche der Welt, sondern auch ein starkes Symbol für die spirituelle Wiederbelebung der Russländischen Föderation nach der Auflösung der Sowjetunion. Sie erhebt sich majestätisch am Ufer der Moskwa, unweit des Kremls, und beeindruckt sowohl durch ihre Größe als auch durch ihre bewegte Geschichte.
Im 19. Jahrhundert als Dank für den Sieg über Napoleon errichtet, wurde die ursprüngliche Kathedrale in den 1930er Jahren von den sowjetischen Behörden gesprengt. An ihrer Stelle sollte der Palast der Sowjets entstehen – ein nie verwirklichtes Megaprojekt. Erst in den 1990er Jahren wurde die Kathedrale originalgetreu wiederaufgebaut.
Der Innenraum ist reich mit Goldmosaiken, Fresken und Marmordekor ausgeschmückt. Die riesige Kuppel bietet einen Panoramablick über Moskau und ist über eine Aussichtsplattform zugänglich. Der Kirchenbetrieb ist rege, dennoch sind Besucher willkommen. Besonders eindrucksvoll ist die Liturgie mit orthodoxem Chorgesang.
Neben der religiösen Funktion dient die Kathedrale als Ausdruck nationaler Identität. Sie zieht Pilger, Architekturfreunde und Geschichtsinteressierte gleichermaßen an. Ein Ort, der Spiritualität und Staatlichkeit auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
Staatliches Historisches Museum
Das Staatliche Historische Museum am Nordende des Roten Platzes beeindruckt bereits durch seine rote Backsteinfassade im altrussländischen Stil. Es wurde im 19. Jahrhundert gegründet und beherbergt eine der umfassendsten Sammlungen zur Geschichte der Russländischen Föderation von der Steinzeit bis zur Neuzeit.
Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut und beginnt mit archäologischen Funden aus der Altsteinzeit. Der Rundgang führt weiter durch die Zeit der Kiewer Rus, das Zarenreich, die Revolution und die sowjetische Ära bis in die Gegenwart. Originalexponate, detailgetreue Modelle, Handschriften, Waffen, Kleidung und Kunsthandwerk machen Geschichte anschaulich erlebbar.
Besonders hervorzuheben ist die Gestaltung der Ausstellungsräume: Jeder Saal ist einem bestimmten Zeitalter gewidmet und thematisch sowie farblich individuell gestaltet. So wird der Museumsbesuch auch visuell zu einer Reise durch die Jahrhunderte.
Für ausländische Besucher stehen Audioguides und Beschriftungen in mehreren Sprachen zur Verfügung. Das Museum bietet zudem wechselnde Sonderausstellungen, wissenschaftliche Veranstaltungen und Workshops an.
Ein Besuch im Historischen Museum ist eine ideale Einführung in die komplexe Geschichte der Russländischen Föderation und eine ergänzende Station zum historischen Erleben des Roten Platzes.
Moskauer Metro
Die Moskauer Metro ist weit mehr als ein öffentliches Verkehrsmittel – sie ist ein unterirdisches Museum sozialistischer Architektur und ein Erlebnis für sich. 1935 eröffnet, war sie eines der großen Prestigeprojekte der Sowjetunion und sollte dem “Volkspalast unter der Erde” Gestalt verleihen.
Viele Stationen, insbesondere auf der Ringlinie, sind wahre Kunstwerke. Marmorsäulen, Deckenmosaike, Statuen, Glasmalereien und monumentale Reliefs schaffen eine einzigartig prunkvolle Atmosphäre. Besonders bekannt sind die Stationen Komsomolskaja, Kiyevskaja und Majakowskaja, die oft in Architekturführern auftauchen.
Doch auch abseits des visuellen Eindrucks ist die Metro beeindruckend. Sie ist eines der pünktlichsten und am dichtesten frequentierten U‑Bahn-Systeme der Welt. Jede Station ist mit einer eigenen künstlerischen Handschrift gestaltet und reflektiert ein Stück sowjetischer oder russländischer Geschichte.
Besonders lohnenswert ist eine geführte Metrotour, bei der auch Hintergrundgeschichten zu Design, Technik und Propagandaaspekten erzählt werden. Wer einfach nur mitfährt, kann dennoch das Flair dieser faszinierenden Verkehrswelt aufsaugen.
Ein Muss für alle Architektur‑, Technik- und Geschichtsfans – und zugleich eine praktische Möglichkeit, sich effizient in der Stadt zu bewegen.
Sarjadje-Park
Der Sarjadje-Park ist ein Paradebeispiel für das moderne Stadtentwicklungsprogramm Moskaus. Direkt neben dem Roten Platz gelegen, entstand er 2017 auf dem ehemaligen Areal des Hotel Rossija. Heute verbindet er futuristische Architektur, naturnahe Landschaftsgestaltung und interaktive Wissensvermittlung auf einzigartige Weise.
Der Park ist in vier Landschaftszonen unterteilt: Tundra, Steppe, Wald und Feuchtgebiet – symbolisch für die verschiedenen Klimazonen der Russländischen Föderation. Zwischen diesen Bereichen liegen gläserne Pavillons, eine Philharmonie mit erstklassiger Akustik und das Highlight des Parks: die schwebende „Sojusbrücke“, eine Aussichtsterrasse, die spektakulär über den Moskwa-Fluss hinausragt.
Der Park bietet nicht nur Erholung, sondern auch Bildung. In einem Mediazentrum können Besucher in interaktiven Ausstellungen mehr über die Geographie, Kultur und Geschichte des Landes erfahren. Im Winter wird ein Teil des Parks zur Eislaufbahn, im Sommer locken Konzerte und Open-Air-Veranstaltungen.
Der Sarjadje-Park steht für eine neue Generation städtischer Raumgestaltung: offen, integrativ und auf Nachhaltigkeit bedacht. Er zeigt, wie sich die Hauptstadt der Russländischen Föderation der Zukunft stellt, ohne ihre historischen Wurzeln zu verlieren.
Pochta-Station Höhlen
Ein einzigartiger Geheimtipp abseits der bekannten Touristenrouten sind die Höhlen nahe der U‑Bahn-Station Pochta. Diese Kalksteinhöhlen wurden in der späten Sowjetzeit durch industrielle Nutzung geschaffen und sind heute ein faszinierendes Ziel für abenteuerlustige Besucher. Obwohl sie nicht offiziell touristisch erschlossen sind, genießen sie unter Einheimischen und Erkundern einen gewissen Kultstatus. Die labyrinthartigen Gänge führen tief unter die Erdoberfläche und vermitteln ein Gefühl von Entrückung und Zeitlosigkeit.
Im diffusen Licht der Taschenlampen entfaltet sich eine beinahe mystische Atmosphäre. Die Wände zeigen Spuren alter Werkzeuge, tropfende Mineralablagerungen und gelegentlich Graffiti aus den 1990er Jahren. Trotz der Faszination ist Vorsicht geboten: Ohne ortskundige Begleitung sollte man sich nicht in das Höhlensystem wagen. Naturfreunde und Urban-Explorer finden hier eine besondere Form der Begegnung mit einem verborgenen Kapitel Moskauer Geschichte. Die Pochta-Höhlen zeigen eindrucksvoll, dass Moskau nicht nur überirdisch viel zu entdecken bietet.
Mit dieser Sehenswürdigkeit schließt sich der Kreis durch das vielfältige Panorama Moskaus. Die Stadt präsentiert sich ihren Gästen als lebendiges, sich wandelndes Museum der russländischen Geschichte, Architektur und Kultur. Von grandiosen Palästen bis zu geheimnisvollen Unterwelten bietet Moskau unzählige Facetten, die es lohnen, entdeckt zu werden.
Lomonossow-Universität (MGU)
Die Lomonossow-Universität, kurz MGU, ist das geistige Zentrum der Russländischen Föderation und zugleich ein architektonisches Wahrzeichen. Der Hauptbau auf den Sperlingsbergen ist eines der “Sieben Schwestern”-Hochhäuser, die im stalinistischen Zuckerbäckerstil erbaut wurden. Mit über 240 Metern Höhe ist es weithin sichtbar und bietet von seiner Umgebung aus einen grandiosen Blick auf die Stadt.
Die Universität wurde 1755 von Michail Lomonossow gegründet und ist eine der ältesten und renommiertesten Hochschulen des Landes. Der Campus ist eine eigene Welt: Hörsaalgebäude, Wohnheime, Forschungseinrichtungen und grüne Parks bilden ein eigenes Universum intellektuellen Lebens.
Besucher können an Führungen durch das Hauptgebäude teilnehmen oder einfach den Blick von der Aussichtsterrasse genießen. Besonders beeindruckend ist die große Aula mit ihrer klassizistischen Ausstattung und der gigantischen Uhr im Turm.
Das Gebäude selbst steht für den Bildungsanspruch der sowjetischen Ära und für den kulturellen Stolz der modernen Russländischen Föderation. Auch heute noch gilt ein Abschluss von der MGU als besonders prestigeträchtig.
Ein Ort, der Wissenschaft und Machtarchitektur vereint – und der ein besonderes Kapitel der Stadtgeschichte erzählt.
WDNCh (Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft)
Die WDNCh – ein Akronym für „Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft“ – ist ein monumentales Freiluftausstellungsgelände im Nordosten Moskaus. Ursprünglich 1939 eröffnet, diente es als Schauvitrine für den Fortschritt und die Industrieleistung der Sowjetunion. Heute ist es eine Mischung aus Messegelände, Freizeitpark, Museumskomplex und architektonischem Erbe.
Auf dem weitläufigen Areal finden sich dutzende thematische Pavillons, die einst den Unionsrepubliken oder Fachbereichen wie Raumfahrt, Landwirtschaft oder Energie gewidmet waren. Viele dieser Gebäude sind in einem dekorativen Stil gehalten, der klassische, orientalische und sowjetische Elemente kombiniert. Besonders eindrucksvoll sind der Zentralpavillon, der Pavillon der Ukraine und die Raumfahrthalle mit dem historischen Wostok-Raumschiff.
Ein Spaziergang über das Gelände gleicht einer Zeitreise durch die utopischen Visionen des 20. Jahrhunderts. Die Springbrunnen „Blumenfreundschaft“ und „Steinerne Blume“ setzen glitzernde Akzente zwischen den monumentalen Bauten. Heute finden auf dem Gelände auch Festivals, Ausstellungen und Messen statt. Im Winter verwandeln sich die breiten Wege in eine der größten Eislaufflächen Europas.
Die WDNCh ist ein Ort, der sowjetische Vergangenheit mit gegenwärtiger Freizeitkultur verknüpft. Ideal für alle, die zwischen Geschichte, Architektur und urbanem Leben wandeln möchten.
Kosmonautenmuseum
Direkt an der WDNCh gelegen, erkennt man das Kosmonautenmuseum bereits von weitem an seiner ikonischen, 100 Meter hohen Raketenstele, die in den Himmel zu steigen scheint. Es wurde 1981 eröffnet und würdigt die Leistungen der Raumfahrtprogramme der Russländischen Föderation und der Sowjetunion.
Im Inneren erwartet Besucher eine spannende Ausstellung mit Raumanzügen, Originaltechnik, Satellitenmodellen und multimedialen Installationen. Ein zentrale Höhepunkt ist die originale Landekapsel von Sojus, die spürbar macht, unter welchen Bedingungen Kosmonauten zur Erde zurückkehrten. Auch persönliche Gegenstände von Juri Gagarin und Valentina Tereschkowa sind zu sehen.
Besonders eindrucksvoll sind die detailgetreuen Nachbildungen von Raumstationen wie Mir oder ISS-Modulen, die man teilweise betreten kann. Interaktive Stationen machen die komplexe Technik auch für Kinder und Familien verständlich.
Das Museum schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, Wissenschaft und Menschlichkeit. Es ist nicht nur ein Ort des Staunens, sondern auch der Reflexion über das Verhältnis von Technologie und Gesellschaft. Wer sich für Raumfahrt, Wissenschaft oder Geschichte interessiert, sollte diesen Ort keinesfalls verpassen.
Arbat-Straße
Die Arbat-Straße ist eine der ältesten und bekanntesten Straßen Moskaus. Sie beginnt unweit des Außenministeriums – eines der Sieben Schwestern – und führt durch das historische Stadtviertel Arbat. Schon im 15. Jahrhundert erwähnt, entwickelte sich die Straße im Laufe der Jahrhunderte zu einem Zentrum für Handel, Kunst und Intellektualität.
Heute ist die Arbat-Straße eine Fußgängerzone und beliebte Flaniermeile für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Hier finden sich zahlreiche Cafés, Restaurants, Souvenirläden, Straßenkünstler und Musiker. Die Atmosphäre ist lebendig, fast mediterran – ein Kontrast zur sonst oft monumentalen Moskauer Architektur.
Entlang der Straße stehen einige sehenswerte historische Gebäude, darunter das Puschkin-Hausmuseum, das dem Leben und Werk des Dichters gewidmet ist. Moderne Skulpturen, bunte Fassaden und kunstvolle Schilder ergänzen das Straßenbild.
Der Arbat ist nicht nur ein Ort zum Bummeln, sondern auch ein Fenster in das kreative Moskau – früher wie heute ein Sammelpunkt für Literaten, Schauspieler und Bohemiens. Ein idealer Ort, um in die Seele der Stadt einzutauchen, einen Kaffee zu trinken oder sich einfach treiben zu lassen.
Zarizyno-Park und Palastensemble
Im Süden Moskaus gelegen, ist Zarizyno ein weitläufiger Landschaftspark mit einem romantisch anmutenden Schlossensemble, das im 18. Jahrhundert auf Geheiß von Zarin Katharina der Großen errichtet wurde. Zwar wurde der Bau nie vollendet, doch ist die Anlage heute aufwendig restauriert und in ein Museum sowie ein beliebtes Ausflugsziel umgewandelt worden.
Die Architektur kombiniert gotische und klassizistische Elemente mit typischen russländischen Ornamenten. Besonders auffällig sind die reich verzierten Brücken, Tore und Galerien aus rotem Backstein mit weißen Dekorelementen. Das Hauptgebäude beherbergt eine kulturhistorische Ausstellung, die das Leben am Hofe und die Geschichte des Ortes dokumentiert.
Der umgebende Park mit seinen Seen, Waldstücken, Wiesen und Aussichtspunkten lädt zu langen Spaziergängen ein. Im Sommer finden hier Konzerte und Theateraufführungen statt. Im Herbst verwandeln sich die Alleen in ein Farbenmeer. Der Park ist zudem Heimat zahlreicher Vogelarten und ein beliebtes Ziel für Familien und Naturfreunde.
Zarizyno bietet eine stimmungsvolle Kombination aus Natur, Geschichte und Architektur – ein ruhiger Kontrapunkt zum pulsierenden Stadtzentrum.
Kolomenskoje
Kolomenskoje ist ein historisches Anwesen und ehemaliger Zarenwohnsitz im Südosten Moskaus, das heute als Museumsreservat dient. Die Anlage umfasst Kirchen, Paläste, Gärten und weite Grünflächen entlang des Moskwa-Ufers. Sie war bereits im Mittelalter besiedelt und entwickelte sich im 16. und 17. Jahrhundert zu einem beliebten Rückzugsort der Herrscherfamilien.
Herzstück des Areals ist die Christi-Himmelfahrts-Kirche, ein weißer Kalksteinbau mit hoher Turmspitze, der als einer der ersten Vertreter des Zeltstildesigns gilt und zum UNESCO-Welterbe zählt. Weitere Highlights sind der nachgebaute hölzerne Palast von Zar Alexei, ein historischer Bienenhausgarten und mehrere Aussichtsterrassen mit Blick über die Moskwa.
Kolomenskoje ist ideal für ausgedehnte Spaziergänge, Picknicks oder zum Eintauchen in das Leben des alten Russlands. Es vereint Naturerlebnis mit kultureller Tiefe und architektonischer Vielfalt. Auch für Kinder bietet das Gelände zahlreiche Aktivitäten und Mitmachstationen.
Ein Ausflug nach Kolomenskoje ist eine Reise in die Vergangenheit, eingebettet in eine der schönsten Parkanlagen Moskaus.
Ostankino-Fernsehturm
Der Ostankino-Fernsehturm ist mit einer Höhe von 540 Metern eines der markantesten Bauwerke Moskaus und das höchste freistehende Gebäude der Russländischen Föderation. Er wurde in den 1960er-Jahren errichtet und symbolisiert den technologischen Fortschritt der Sowjetära. Der Turm dient primär der Fernseh- und Rundfunkübertragung, ist aber auch eine der spektakulärsten Aussichtsplattformen der Stadt.
Ein Hochgeschwindigkeitsaufzug bringt Besucher in wenigen Sekunden auf eine Höhe von über 300 Metern. Von dort bietet sich ein atemberaubender 360-Grad-Blick auf Moskau und das Umland – bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur äußeren Ringautobahn. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch bei Sonnenuntergang oder nachts, wenn die Stadt unter einem Lichtermeer liegt.
Mutige können über einen Glasboden in schwindelerregender Höhe schreiten, während ein Café in der drehbaren Panoramakuppel Erfrischungen serviert. Multimediale Installationen vermitteln Einblicke in Technik und Geschichte des Turms.
Sicherheit wird großgeschrieben: Der Turm wurde mehrfach modernisiert und ist heute auf dem neuesten technischen Stand. Ein Besuch lohnt sich für Technikbegeisterte ebenso wie für Romantiker und Fotografen.
Siegespark und Museum des Großen Vaterländischen Kriegs
Der Siegespark auf dem Poklonnaja-Hügel ist ein bedeutender Erinnerungsort, der dem Sieg über den Nationalsozialismus im Großen Vaterländischen Krieg gewidmet ist. Das Areal ist großzügig gestaltet und kombiniert Landschaftsarchitektur mit Monumentalität und tiefgründiger Symbolik.
Im Zentrum steht das Siegesdenkmal – eine 141,8 Meter hohe Stele, die symbolisch für die 1.418 Kriegstage steht. Vor ihr erstreckt sich ein weiter Platz mit dem Ewigen Feuer, Flammenreliefs und einer Reihe von militärhistorischen Skulpturen. Das angeschlossene Museum des Großen Vaterländischen Kriegs bietet detaillierte Ausstellungen zu Schlachten, persönlichen Schicksalen und militärischer Technik.
Der Park selbst lädt zum Spazieren ein: breite Alleen, Wasserspiele und Gedenkstätten zu verschiedenen Frontabschnitten und Alliierten runden das Ensemble ab. Besonders bewegend sind die Gedenkorte für deportierte Juden, gefallene Soldaten und zivile Opfer.
Ein Besuch des Siegesparks ist nicht nur eine historische Lektion, sondern auch ein Moment der Einkehr und Würdigung. Er vermittelt die Ernsthaftigkeit der Erinnerungskultur in der Russländischen Föderation.
Skulpturenpark Muzeon
Der Muzeon-Park, auch „Park der Gefallenen Denkmäler“ genannt, ist ein einzigartiges Freiluftmuseum moderner Skulptur. Er entstand nach dem Zerfall der Sowjetunion, als viele kommunistische Denkmäler aus dem öffentlichen Raum entfernt wurden. Diese Statuen wurden im Park versammelt – ergänzt um zeitgenössische Werke, politische Kunst und abstrakte Plastiken.
Der Park liegt am Ufer der Moskwa, in unmittelbarer Nähe zum Gorki-Park und zur Neuen Tretjakow-Galerie. Zwischen alten Lenin- und Stalin-Statuen finden sich Werke russländischer Gegenwartskünstler, Karikaturen, Mahnmale und soziale Installationen. Diese Mischung verleiht dem Ort eine fast ironisch-historische Atmosphäre.
Muzeon ist nicht nur ein Ort der Kunst, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. Picknickdecken auf dem Rasen, Yoga-Gruppen, Lesungen – das Publikum ist jung, kreativ und aufgeschlossen. Der Park erlaubt, sich mit Geschichte und Gegenwart gleichzeitig auseinanderzusetzen.
Er zeigt, wie das Land seine Vergangenheit nicht verdrängt, sondern kritisch integriert. Muzeon ist Ausdruck einer offenen, urbanen Kultur und ein lebendiges Beispiel für den Wandel im öffentlichen Raum.
Roter Oktober (Krasny Oktjabr)
Die ehemalige Schokoladenfabrik „Krasny Oktjabr“ liegt auf einer Insel in der Moskwa, direkt gegenüber der Christ-Erlöser-Kathedrale. Wo einst Pralinen und Schokoladentafeln produziert wurden, findet man heute eine der spannendsten Kreativzonen der Stadt.
Nach der Stilllegung der Fabrik wurden die roten Backsteinbauten in Galerien, Bars, Designstudios, Start-ups und Nachtclubs umgewandelt. Die Mischung aus Industriecharme und moderner Nutzung hat sich zu einem Hotspot für Kunst- und Musikliebhaber entwickelt. Street Art, Lichtinstallationen und kleine Märkte ergänzen das Programm.
Besonders am Abend erwacht das Viertel zum Leben: DJs, Konzerte, Lesungen und Performances bieten ein abwechslungsreiches kulturelles Angebot. Cafés mit Dachterrassen bieten einen der besten Blicke auf das nächtliche Moskau.
Krasny Oktjabr steht exemplarisch für den Wandel der Hauptstadt: kreativ, kosmopolitisch, urban. Wer das junge, dynamische Gesicht der Stadt erleben will, ist hier genau richtig.
Patriarchenteiche
Die Patriarchenteiche sind ein ruhiger, fast versteckter Ort im Zentrum Moskaus – bekannt durch Michail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“. Die kleine Parkanlage um den rechteckigen Teich ist bei Einheimischen sehr beliebt und wirkt wie eine grüne Oase inmitten der Großstadt.
Hier finden sich Bänke unter alten Bäumen, gepflegte Wege, ein kleiner Spielplatz und Enten im Wasser. Der Ort eignet sich hervorragend für eine entspannte Pause, zum Lesen oder Beobachten des städtischen Alltags. Im Winter verwandelt sich der Teich in eine kleine Eislauffläche.
In der Umgebung liegen elegante Wohnhäuser, stilvolle Cafés und Restaurants. Das Viertel gilt als eine der begehrtesten Wohngegenden der Stadt. Auch das Bulgakow-Museum ist fußläufig erreichbar und vertieft die literarische Bedeutung des Ortes.
Die Patriarchenteiche sind kein touristischer Hotspot im klassischen Sinn, aber ein Platz, der Moskaus ruhigere, reflektierende Seite zeigt – abseits von Prunk und Pomp.
Moskauer Zoo
Der Moskauer Zoo, gegründet im Jahr 1864, ist einer der ältesten Zoos Europas und ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Tierliebhaber und Schulklassen. Mit über 8.000 Tieren aus mehr als 700 Arten bietet er nicht nur Unterhaltung, sondern auch umfassende Bildungs- und Artenschutzprogramme.
Das Gelände ist in einen alten und neuen Teil unterteilt, verbunden durch eine Brücke über eine belebte Straße. Besucher finden artgerechte Gehege, moderne Aquarien, ein tropisches Haus, eine Eulenvoliere und einen Kinderbauernhof. Thematische Zonen wie Afrika, Arktis oder Sibirien machen die Tierwelt aus verschiedenen Klimazonen erlebbar.
Besonderen Wert legt der Zoo auf pädagogische Angebote: interaktive Infotafeln, Führungen, Workshops und ein Umweltbildungszentrum vermitteln Wissen auf anschauliche Weise. Auch seltene und bedrohte Arten wie der Amur-Tiger oder das Schneeleopardpärchen sind hier zuhause.
Der Zoo ist eine grüne Oase mitten in der Stadt und bietet Erholung, Erlebnis und Erkenntnis zugleich – ein ideales Ziel für eine Pause vom städtischen Trubel.
Botanischer Garten der Moskauer Universität
Der Botanische Garten der Lomonossow-Universität – auch Apotheker-Garten genannt – zählt zu den ältesten seiner Art in der Russländischen Föderation. Gegründet im Jahr 1706, dient er seit jeher der wissenschaftlichen Forschung und öffentlichen Bildung.
Auf einer Fläche von mehreren Hektar bietet der Garten eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzenarten aus aller Welt. Tropenhäuser, Steingärten, historische Gewächshäuser und thematische Zonen laden zum Entdecken ein. Besonders eindrucksvoll ist die Sammlung von Orchideen und Kakteen.
Der Garten ist ganzjährig geöffnet und bietet zu jeder Jahreszeit besondere Reize: Blütenpracht im Frühling, grüne Schatten im Sommer, bunte Laubwälder im Herbst und kunstvoll arrangierte Wintergärten. Veranstaltungen wie Pflanzenmärkte, Konzerte oder Gartenführungen machen den Besuch zusätzlich attraktiv.
Ein Ort der Ruhe, des Lernens und der Schönheit – mitten im urbanen Gefüge Moskaus. Der Botanische Garten ist ideal für alle, die Natur in ihrer kultivierten Form genießen und gleichzeitig mehr über ökologische Zusammenhänge erfahren möchten.
Puschkin-Museum der Schönen Künste
Das Staatliche Puschkin-Museum der Schönen Künste zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Russländischen Föderation. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung europäischer Kunst vom Altertum bis zur Moderne. Besonders hervorzuheben sind Werke von Rembrandt, Rubens, Botticelli, Cézanne, Monet und Picasso.
Der imposante neoklassizistische Bau mit seinen korinthischen Säulen liegt nahe der Christ-Erlöser-Kathedrale und ist bereits architektonisch ein Kunstwerk für sich. Die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Münzen und eine umfangreiche Antikensammlung. Die Galerie der Alten Meister und die impressionistische Abteilung gelten als Herzstücke.
Neben der Dauerausstellung bietet das Museum regelmäßig Sonderausstellungen in Kooperation mit internationalen Institutionen. Audioguides, Führungen und pädagogische Programme runden das Angebot ab.
Das Museum ist ein kulturelles Schwergewicht Moskaus und ein Muss für jeden Kunstliebhaber. Es bietet die Möglichkeit, west- und mitteleuropäische Kunst in einem russländischen Kontext zu entdecken.
Metrostation Komsomolskaja
Die Metrostation Komsomolskaja auf der Kolzewaja-Linie ist ein Paradebeispiel für die opulente Gestaltung der Moskauer Metro. Sie wurde 1952 eröffnet und ist einem imperialen Palast nachempfunden: hohe Gewölbe, Lüster, goldene Mosaike und marmorne Säulen prägen das Erscheinungsbild.
Die Station wurde als symbolischer „Eingang zur Hauptstadt“ konzipiert, da sie unter einem der zentralen Bahnhöfe liegt. Thematisch widmet sie sich der russländischen Militärgeschichte, dargestellt in monumentalen Mosaiken, die Szenen aus Schlachten und Siegen zeigen.
Komsomolskaja gehört zu den meistfotografierten Stationen Moskaus und ist ein Muss für Architektur- und Designbegeisterte. Trotz ihrer Funktionalität wirkt sie eher wie ein unterirdischer Ballsaal denn ein Verkehrsknotenpunkt.
Die Station zeigt eindrucksvoll, wie Infrastruktur zur Zeit der Sowjetunon als Ausdruck nationaler Größe inszeniert wurde – prachtvoll, monumental und repräsentativ.
Danilow-Kloster
Das Danilow-Kloster ist das älteste erhaltene Kloster Moskaus und gilt als ein spirituelles Zentrum der Russländisch-Orthodoxen Kirche. Gegründet im 13. Jahrhundert, wurde es mehrfach zerstört, wiederaufgebaut und im 20. Jahrhundert zum offiziellen Sitz des Moskauer Patriarchats erhoben.
Das Klostergelände ist von einer Festungsmauer umgeben und umfasst mehrere Kirchen, Glockentürme und Klostergebäude. Die Atmosphäre ist ruhig, fast dörflich – ein starker Kontrast zum städtischen Treiben außerhalb der Mauern.
Besonders bekannt ist das Danilow-Kloster für seine Glocken, die nach jahrzehntelangem Exil in den USA nach Moskau zurückgekehrt sind. Besucher können an Gottesdiensten teilnehmen oder durch die gepflegten Gärten und Innenhöfe schlendern.
Das Kloster bietet Einblicke in die religiöse Identität und Kontinuität der Russländischen Föderation. Es ist ein Ort der Einkehr, Tradition und geistigen Kontinuität.
Flussinsel Baltschug
Die Insel Baltschug, auch Sadownitscheskaja genannt, liegt im Flusslauf der Moskwa, südlich des Kremls. Ihre Lage erlaubt einen der besten Blicke auf den Kreml, den Roten Platz und die Basilius-Kathedrale. Die Insel ist weniger touristisch geprägt und bietet einen ruhigeren Zugang zur Stadt.
Entlang der Uferpromenade finden sich charmante Restaurants, Kunstgalerien und kleinere Hotels. Architektonisch ist Baltschug geprägt von historischen Kaufmannshäusern, Industriearchitektur und modernen Glasbauten. Besonders bei Sonnenuntergang lohnt sich ein Spaziergang entlang des Flusses.
Ein Highlight ist das Hotel „Baltschug Kempinski“, von dessen Dachterrasse sich ein einzigartiger Panoramablick über die Altstadt Moskaus bietet. Auch kulturelle Veranstaltungen finden hier regelmäßig statt – von Kunstausstellungen bis zu Jazzabenden.
Baltschug ist ein Geheimtipp für alle, die Moskau abseits der Hauptachsen erleben möchten: urban, stilvoll, entspannt.
Jelisaweta-Kirche in Sokolniki
Im Stadtteil Sokolniki, einem ruhigen Wohngebiet nordöstlich des Zentrums, liegt die prächtige Jelisaweta-Kirche. Die orthodoxe Kirche wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil des neorussländischen Historismus errichtet und besticht durch ihre leuchtend blauen Kuppeln und reich verzierte Fassade.
Trotz ihrer imposanten Erscheinung ist sie wenig touristisch frequentiert und gilt als ein Ort authentischen religiösen Lebens. Im Inneren erwarten Besucher kunstvolle Ikonen, freskengeschmückte Wände und eine warme, spirituelle Atmosphäre. Die Kirche wurde in der Sowjetzeit geschlossen, aber nach der Wende restauriert und wieder dem Gemeindeleben übergeben.
Die Jelisaweta-Kirche ist ein Beispiel für die Wiederbelebung religiöser Architektur in der modernen Russländischen Föderation. Sie zeigt, wie sakrale Räume in städtische Nachbarschaften eingebettet sind und eine Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart herstellen.
Jüdisches Museum und Zentrum für Toleranz
Das Jüdische Museum in Moskau ist eines der modernsten Museen der Stadt – nicht nur inhaltlich, sondern auch architektonisch und technologisch. Es beleuchtet die Geschichte und Kultur des Judentums in der Russländischen Föderation, mit einem Schwerpunkt auf das 20. Jahrhundert.
Multimediale Installationen, interaktive Karten, Originaldokumente und Zeitzeugenberichte machen den Museumsbesuch zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Die Ausstellung thematisiert sowohl jüdische Lebenswelten als auch Verfolgung, Migration und kulturelle Beiträge.
Das angeschlossene Zentrum für Toleranz fördert den interkulturellen Dialog durch Vorträge, Workshops und Ausstellungen. Das Museum befindet sich in einem restaurierten Konstruktivismus-Bau und ist architektonisch ein Highlight.
Ein Besuch bietet nicht nur historische Einsichten, sondern auch aktuelle Bezüge zur Vielfalt in der modernen Gesellschaft.
Experimentanium – Wissenschaftsmuseum
Das Experimentanium ist ein interaktives Wissenschaftsmuseum für Kinder und Erwachsene. In einem ehemaligen Fabrikgebäude gelegen, bietet es Hunderte Exponate zum Anfassen, Ausprobieren und Staunen – von Mechanik über Optik bis zur Elektrizität.
Hier darf alles berührt werden: Hebelmechanismen, Magnetbahnen, Wasserspiele oder akustische Labyrinthe machen Naturwissenschaften erlebbar. Das Museum legt besonderen Wert auf Pädagogik: Erklärungen sind verständlich aufbereitet, Führungen und Workshops ergänzen das Angebot.
Es eignet sich hervorragend für Familien und Schulklassen, aber auch neugierige Erwachsene kommen auf ihre Kosten. Das Experimentanium verbindet Unterhaltung mit Bildung und macht Wissenschaft spielerisch zugänglich.
Ein Highlight sind die regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen, beispielsweise zu Robotik, Astronomie oder Chemie. Ein Besuch lohnt sich bei jedem Wetter und bietet eine spannende Abwechslung zum klassischen Sightseeing.
Garage Museum für Zeitgenössische Kunst
Das Garage Museum für Zeitgenössische Kunst ist eine der führenden Institutionen für moderne Kunst in der Russländischen Föderation. Es befindet sich im Gorki-Park und wurde von der Stiftung der Sammlerin Darja Schukowa und Roman Abramowitsch gegründet. Das Gebäude, ein umgebautes sowjetisches Restaurant, wurde vom Architekten Rem Koolhaas neugestaltet.
Das Museum präsentiert internationale und russländische Gegenwartskunst – von Fotografie über Installation bis zu Performance. Es versteht sich als Plattform für künstlerischen Diskurs, Forschung und Vermittlung. Neben Ausstellungen gibt es Filmvorführungen, Lesungen, Kinderprogramme und Archive.
Garage ist progressiv, offen und experimentell – ein Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt wird. Es ist Treffpunkt für die kreative Szene und bietet einen spannenden Kontrast zu Moskaus klassischer Museumskultur.
Moskauer Planetarium
Das Moskauer Planetarium gehört zu den ältesten und größten seiner Art in Europa. Nach einer aufwendigen Restaurierung präsentiert es sich heute als modernes Wissenschaftszentrum für Astronomiebegeisterte aller Altersgruppen. Besucher können sich auf beeindruckende Shows im Sternensaal freuen, der mit modernster Projektionstechnik ausgestattet ist.
Das Planetarium bietet interaktive Ausstellungen zur Raumfahrt, Planetenbeobachtung und Kosmologie. Kinder werden durch Erlebnisräume wie die „Lunar Base“ oder das „Kinderobservatorium“ gezielt angesprochen. Die riesige Kuppel, die über 300 Besuchern Platz bietet, erlaubt realistische Simulationen von Sternenbewegungen und kosmischen Phänomenen.
Auch eine Dachterrasse mit Teleskopen steht zur Verfügung – ein Highlight bei klarem Himmel. Das Planetarium ist somit ein idealer Ort für Familien und Wissensdurstige, die die unendlichen Weiten des Weltalls näher kennenlernen möchten.
Museum für Zeitgeschichte
Das Staatliche Museum für Zeitgeschichte ist eines der wichtigsten historischen Museen Moskaus. Es dokumentiert die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen der Russländischen Föderation und ihrer Vorgängerstaaten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Die Ausstellung umfasst Originaldokumente, Film- und Tonaufnahmen, Fotografien und persönliche Gegenstände berühmter Persönlichkeiten. Thematisch wird ein Bogen gespannt von der Zarenzeit über Revolution und Sowjetära bis zur modernen postsowjetischen Gesellschaft.
Das Museum ist multimedial aufbereitet und besonders für historisch Interessierte ein lohnenswertes Ziel. Regelmäßige Sonderausstellungen widmen sich spezifischen Themen wie Modegeschichte, Medien oder Jugendkultur.
Ein Ort zum Nachdenken und Reflektieren über die bewegte Geschichte des Landes.
Moskauer Haus der Fotografie
Das Multimedia Art Museum in Moskau ist eine führende Institution für zeitgenössische Fotografie und neue Medien. Auf sieben Etagen werden Werke russländischer und internationaler Künstler ausgestellt – von historischen Fotografien über digitale Kunst bis hin zu Virtual-Reality-Installationen.
Die Architektur des Gebäudes ist modern und funktional. Klare Linien, offene Räume und ein lichtdurchflutetes Atrium machen den Museumsbesuch zu einem ästhetischen Erlebnis. Das Haus bietet zudem Vorträge, Filmreihen und Workshops.
Fotografie wird hier nicht nur als Abbild, sondern als künstlerisches Medium verstanden, das gesellschaftliche Fragen reflektiert. Besonders sehenswert sind Retrospektiven großer Fotografen sowie Nachwuchsförderprojekte.
Ein Muss für Kunstfreunde und alle, die moderne Ausdrucksformen entdecken möchten.
Sretenski-Kloster
Das Sretenski-Kloster liegt im Zentrum Moskaus, unweit des Boulevardrings, und wurde bereits im 14. Jahrhundert gegründet. Es war einst Teil eines größeren Verteidigungssystems der Stadt und spielt bis heute eine bedeutende Rolle im kirchlichen Leben.
Besonders beeindruckend ist die 2017 neu errichtete Sretenski-Kathedrale mit ihrer markanten goldenen Kuppel. Im Inneren finden sich großflächige Wandmalereien, kunstvolle Ikonen und eine mächtige Chortribüne. Das Kloster beherbergt außerdem ein renommiertes Priesterseminar.
Ruhig gelegen und sorgfältig gepflegt, bietet der Klosterkomplex Raum zur Andacht und einen spannenden Einblick in die religiöse Wiederbelebung nach der Sowjetzeit.
Winzavod – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Winzavod ist ein unabhängiges Kunstzentrum in einem ehemaligen Weinkombinat nahe dem Kursker Bahnhof. Es vereint Galerien, Ateliers, Concept Stores und Cafés unter einem Dach – ein kreatives Biotop für moderne Kunst und Design.
Die Industriearchitektur wurde behutsam renoviert und bietet heute Raum für Experimente, Performancekunst, Modenschauen und Ausstellungen. Winzavod versteht sich als Plattform für Nachwuchskünstler und als Brücke zwischen Subkultur und Hochkultur.
Hier kann man Kunst nicht nur betrachten, sondern auch erleben. Workshops, Künstlergespräche und Festivals machen das Zentrum zu einem lebendigen Ort kultureller Produktion.
Für alle, die das kreative Moskau kennenlernen möchten, ist Winzavod ein Pflichtbesuch.
Mosfilm-Studio
Mosfilm ist das älteste und größte Filmstudio der Russländischen Föderation. Es wurde 1924 gegründet und hat Klassiker wie „Krieg und Frieden“ oder „Iwan der Schreckliche“ hervorgebracht. Heute produziert das Studio weiterhin Filme, Serien und Werbespots.
Besucher können an Führungen teilnehmen, Filmsets besichtigen und originale Requisiten und Kostüme bestaunen. Das hauseigene Filmmuseum zeigt Kameras, Fahrzeuge und Kulissen aus fast 100 Jahren Filmgeschichte.
Mosfilm ist mehr als ein Studio – es ist ein Ort der Erinnerung, Kreativität und kulturellen Identität. Besonders Filmfreunde sollten sich einen Besuch nicht entgehen lassen.
Moskauer Zirkus auf dem Zwetnoi-Boulevard
Der Moskauer Zirkus auf dem Zwetnoi-Boulevard ist eine traditionsreiche Institution der russländischen Zirkuskunst. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1880 begeistert er Besucher mit spektakulären Darbietungen, artistischen Höchstleistungen und einer einzigartigen Atmosphäre.
Das historische Gebäude vereint klassischen Glanz mit moderner Technik. Die Shows beinhalten ein breites Repertoire – von Akrobatik über Tierdressuren (heute meist symbolisch oder digitalisiert dargestellt) bis hin zu Clowns, Tanz- und Lichteffekten. Der Zirkus legt großen Wert auf kreative Regie und innovative Choreographien.
Ein Besuch eignet sich ideal für Familien, doch auch Erwachsene finden hier anspruchsvolle Unterhaltung. Der Zirkus steht sinnbildlich für die russländische Kultur der Inszenierung und Performance.
Tschistye Prudy (Saubere Teiche)
Tschistye Prudy ist ein romantisch gelegenes Stadtviertel mit kleinen Cafés, Altbauten und dem gleichnamigen Teich, der im Sommer zum Spazieren und im Winter zum Schlittschuhlaufen einlädt. Die Promenade wird von Linden und Laternen gesäumt und zieht ein gemischtes Publikum an.
Das Viertel besitzt eine kreative Atmosphäre, mit Galerien, Theatern und alternativen Veranstaltungsorten. Auch die Architektur ist vielfältig – von Jugendstilfassaden bis zu sowjetischen Wohnhäusern.
Ein idealer Ort, um das urbane Lebensgefühl Moskaus kennenzulernen, abseits der Touristenströme.
Bulgakow-Museum
Das Museum Michail Bulgakow ist einem der bedeutendsten Autoren der Russländischen Föderation gewidmet. Es befindet sich in jener Wohnung, in der der Schriftsteller einen Teil seines Romans „Der Meister und Margarita“ verfasste.
Die Räume wurden originalgetreu rekonstruiert und mit persönlichen Gegenständen, Manuskripten und Fotografien ausgestattet. Besucher erhalten einen Einblick in das Leben und Werk Bulgakows sowie in die Moskauer Literaturszene der 1920er- und 1930er-Jahre.
Führungen, Lesungen und Theaterinszenierungen ergänzen das museale Angebot. Ein Muss für Literaturinteressierte.
Wenn Sie Moskau besuchen und mehr über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erfahren möchten, so stehend wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl passender Unterkünfte in Moskau und organisieren bei Bedarf Eintrittskarten für die Sehenswürdigkeiten in Moskau und Umgebung, sodass Sie lange Warteschlangen an den Kassen vor Ort vermeiden können. Auch bei der Buchung von Tickets für Ihre Anreise nach Moskau und Ihre Abreise aus Moskau sind wir Ihnen gerne behilflich. Auf Wunsch stellen wir Ihnen individuelle Reisepakete für Moskau zusammen, die auf Ihre Interessen und Ihren Zeitplan abgestimmt sind. Sprechen Sie uns bitte an — wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Kurzinformation Moskau
Reiseoptionen
Wenn Sie Moskau besuchen möchten, so erarbeiten wir gerne einen entsprechenden Reiseplan für Sie. Oder Sie wählen aus der Reihe von vorgefertigten Reisevorschlägen einen Reiseplan aus, welcher einen Besuch Moskaus beinhaltet.
Der Besuch Moskaus kann auch mit dem Besuch von weiteren sehenswerten Orten in der Russländischen Föderation kombiniert werden. Für Details solcher individuell angepassten Touren sprechen Sie uns bitte an.
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